Absprachen für die Großbaustellen

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Die Waldstetter Ortsmitte wird sich nicht nur durch den Rathausneubau verändern, das S, das die Straße beschreibt, wird abgeflacht.
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Damit der Abriss des Waldstetter Rathauses und der Neubau von zwei Gebäuden anstelle des Sparkassengebäudes gegenüber den Verkehr nicht übermäßig behindern, ist Koordination nötig.

Waldstetten

Der Waldstetter Ortskern wird sich prägnant verändern in den kommenden Jahren. Bevor das neue Rathaus, die beiden Bauten anstelle des Kreissparkassengebäudes gegenüber und das neue Lebenshilfe-Gebäude am Alte-Post-Hügel die neue Mitte prägen, werden die zugehörigen Großbaustellen für Einschränkungen sorgen. Die ersten zeichnen sich bereits ab.

Fußweg wird gesperrt

So geht es an diesem Donnerstag in der Sitzung des Gemeinderats um das Baugesuch der Essinger Wohnbau, die das Kreissparkassengebäude gegenüber des Rathauses ab- und dort dafür zwei neue Häuser baut. Zu spüren bekommen das zum einen die Fußgänger, die gerne den Fußweg zwischen Malzéviller Platz und Bäckerei an der Gmünder Straße nutzen. Während der Bauzeit wird der Weg vom Platz bis zur Brücke zwar weiter nutzbar sein, doch dort wird es eine Sperrung geben, sagt Benedikt Traa vom Ortsbauamt. Der Weg zwischen Brücke und Bäckerei werde während der Bauzeit gesperrt und müsse zudem zugunsten der Neubauten verlegt werden.

Den Abbruch des jetzigen Sparkassengebäudes plane die Essinger Wohnbau im Frühjahr, ergänzt Ortsbaumeisterin Maren Zengerle. Sie lenkt den Blick auf das Zusammenspiel der verschiedenen Großbaustellen, zu dem unter anderem der Bau eines gemeinsamen Nahwärmenetzes gehört. Außerdem müssen die verschiedenen Leitungsträger wie Telekom, EnBW und Gmünder Stadtwerke in die Planung einbezogen werden.

Zeitweise nur eine Fahrspur

Außerdem müssen Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen rechnen. Denn das alte Rathaus steht so nah an der Straße, dass während des für September geplanten Abrisses eine Spur der Hauptverkehrsachse an dieser Stelle gesperrt werden müsse. Hätte die Essinger Wohnbau zeitgleich viele Anlieferungen an ihre Baustelle, „wird's schwierig“. Darum seien Absprachen und ein genauer Zeitplan nötig, sagt Zengerle. Zumal sich mit dem ab Herbst 2023 ins Auge gefassten Rathausneubau auch der Straßenverlauf ändern soll. Es soll sich ein einheitlicheres Bild ergeben, „damit die Straße keinen trennenden Charakter hat“, erläutert die Ortsbaumeisterin. Dies soll sich zum einen dadurch ergeben, dass die S-Kurve, die die Gmünder Straße zwischen den beiden Kreisverkehren bildet, abgeflacht wird. Möglich macht das der zurückgesetzte Rathausneubau. Außerdem werden die beiden Bushaltestellen in dem Bereich verlegt und es werde gerade überlegt, welcher Belag dort den künftig verkehrsberuhigten Bereich signalisieren soll.

Arbeiten stückchenweise

Wegen des hohen Verkehrsaufkommens müssen diese Arbeiten stückchenweise passieren, erklärt Zengerle, Gespräche zu den Details seien gerade mit dem Landratsamt im Gange. Nach dem Abriss im Herbst sei aber am Rathaus erstmal Winterpause, dann werde eher auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei der Essinger Wohnbau gebaut und der Straßenverkehr könne normal laufen.

  • Gemeinderat und Bauausschuss tagen
  • In der Gemeinderatssitzung an diesem Donnerstag, 17. Februar, um 19.30 Uhr in der Waldstetter Stuifenhalle geht es neben dem Baugesuch der Essinger Wohnbau und dem Abriss des alten Rathauses außerdem um Vergaben zum Kindergartenneubau an der Rosensteinstraße und den Ausbau des Breitbandnetzes im Weiße-Flecken-Programm.
    Der Bauausschuss im Gemeinderat bereit bereits ab 19 Uhr verschiedene Baugesuche.
    Für die Veranstaltung gilt die 3 G-Regelung, für Besucher besteht Mundschutzpflicht.

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