Am 19. Juli zieht das Rathaus um

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Das vorübergehende Rathaus in Waldstetten soll später als Wohngebäude für Menschen mit geringem Einkommen dienen.
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Abriss des alten Rathauses wohl im Frühjahr - mit Rücksicht auf Vereine.

Waldstetten. Mit heller Fassade und einem Grüntupfer steht es da, das neue Waldstetter Interimsrathaus in der Bettringer Straße. Noch wird im Inneren gearbeitet, auch die Außenanlagen sind nicht fertig. Trotzdem zeigt sich der Waldstetter Bürgermeister Michael Rembold hoffnungsfroh. „Am 19. Juli werden im alten Rathaus Koffer und Kisten gepackt“, der Umzug ins neue Domizil steht an. Innerhalb von 15 Monaten konnte hier nicht nur ein Gebäude geschaffen werden, das den Rathausmitarbeitern und dem Polizeiposten in Waldstetten eine Interimsheimat bietet, das Augenmerk wurde „nicht auf Prunk und Pracht gesetzt“, wie der Bürgermeister erklärt.

Etwas in Verzug

Das neue Interimsrathaus stehe als Symbol für „ein achtsames Miteinander in der Gemeinde“, denn wenn am Platz des derzeitigen Rathauses ein neues Rathausgebäude entstanden ist und Fachämter und Polizeiposten wieder in die Hauptstraße 1 zurückziehen, steht das Gebäude als „sozialer Wohnungsbau“ Mitbürgern mit weniger Einkommen und Geflüchteten als Wohngebäude zur Verfügung. Für diese „pfiffige Lösung“ habe die Gemeinde Waldstetten rund 3.2 Millionen Euro investiert, eine Übergangslösung mit Containern bis zur Fertigstellung des neuen Rathauses sei als zu „teuer und aufwendig“ erachtet worden, jetzt habe man „in Steine investiert“, die später in ein Neunfamilienwohnhaus umgewandelt werden können.

Für das neu zu errichtende Herzstück der Gemeinde, das neue Rathaus, lief ein Architekturwettbewerb. Wann mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen wird, ist noch unklar. Die Wäschgölten, die ihren Faschingswagen stets im angrenzenden Gebäude gebaut haben, und die Pfadfinder, die ebenfalls hier ihre Heimat hatten, sind dabei, gemeinsam ein neues Domizil zu errichten. Leider seien die Bauarbeiten derzeit im Verzug, „wir nehmen auf die Pfadfinder und die Wäschgölten Rücksicht“, stellt Rembold klar. Nach jetzigem Stand könnte der Abriss des alten Rathauses im Frühjahr 2022 erfolgen, ob der Baubeginn im September 2022 gehalten werden könne, sei noch nicht sicher. Corona brachte auch Waldstetten einen Gewerbesteuereinbruch von rund 2.5 Millionen, „die fehlenden Gelder müssen berücksichtigt werden“. Fest steht allerdings: „Am Montag, 19. Juli, kommt das Umzugsunternehmen“, erklärt Ortsbaumeisterin Maren Zengerle, die mit ihrem Mitarbeiter Benedikt Traa für die Raumkonzeption im neuen Gebäude verantwortlich war. Die offizielle Übergabe des Neubaus soll im September mit einer ökumenischen Segensfeier und einem Tag der offenen Tür erfolgen. Andrea Rohrbach

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