Aus Rembolds Büro wird eine Küche

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Richtfest fürs Waldstetter Übergangsrathaus im kleinen Kreis – ohne "Ramba-Zamba", wie sich Bürgermeister Michael Rembold ausdrückte. Mit dem Bau spart die Gemeinde Mietausgaben für Container und schafft außerdem später Wohnraum.

Für 3,2 Millionen Euro lässt die Gemeinde Waldstetten ein Übergangsrathaus bauen, das später zu einem Neun-Familien-Haus umgewidmet wird. Nun war Richtfest.

Waldstetten

Der Spatentisch war Anfang Mai diesen Jahres. Nun stand das Richtfest für das Waldstetter Interimsrathaus auf dem Programm, das in der Bettringer Straße gebaut wird – ein "Markstein", findet Bürgermeister Michael Rembold.

Insgesamt 3,2 Millionen Euro investiert Waldstetten ins Übergangsrathaus. Es soll später – in rund zweieinhalb Jahren – in ein Neun-Familien-Haus umgewandelt werden, kleinere Umbauten werden dafür noch nötig sein.

Im späten Frühjahr 2021 werden erst einmal die komplette Verwaltung sowie der Polizeiposten in das neue Gebäude einziehen, beschrieb Rembold. Er erinnerte daran, dass ursprünglich Bettringen als neuer Standort für den Polizeiposten vorgesehen war. Es sei der Verwaltung aber in guten Gesprächen mit dem damaligen Revierleiter aus Schwäbisch Gmünd, Gerald Jüngel, gelungen, den Polizeiposten in Waldstetten zu halten.

Mietersparnis: eine Million Euro

Rembold freute sich, dass "großartige Firmen aus der Region" am Bau beteiligt sind. Die Firmen Mager und Holzbau Moser sind verantwortlich für den Rohbau. Zimmermannsmeister Jakob Appenzeller wartete mit dem Richtspruch auf: "Ein Rathaus hat sich hier erhoben, wer‘s recht besehen, der muss es loben, . . . vorbei die heißen Stunden, drum ist der Baum jetzt wohl gebunden."

Wir brauchen dringend Wohnungen.

Benedikt Traa, Bauamtsleiter

Rund eine Million Euro an Containermiete spart sich die Verwaltung, um ihren Mitarbeitern während des anvisierten Rathausneubaus in Büros unterbringen zu können. Stattdessen habe man in die Struktur des jetzigen Interimsbaus fürs Rathaus, das spätere Mehrfamilienhaus für sozial Schwache, investiert, betonte Rembold. "Wir brauchen dringend Wohnungen", unterstrich der technische Bauamtsleiter Benedikt Traa. Und verwies darauf, dass durch die Konstruktion in Holzständerbauweise Flexibilität garantiert sei. "Aus dem Büro von Herrn Rembold wird beispielsweise später eine Küche, und aus Lagerräumen werden Bäder", beschrieb er die Umwandlung, wenn die Verwaltung dann – bis in spätestens drei Jahren – ins neue Rathaus im Waldstetter Ortskern eingezogen sein wird.

Architekt Michael Pfeifer aus Gmünd sprach von der "sehr guten Zusammenarbeit mit den Firmen aus der Region" und freute sich über deren Motivation. "Bislang funktioniert alles wunderbar." Ebenso hob er das Verständnis der Nachbarn hervor.

Nach dem Richtfest gab es Gelegenheit für die Verwaltungsmitarbeiter, einen Rundgang durchs Gebäude zu machen. Jeweils in geführten, kleinen Gruppen. Rembold kündigte an, dass, sobald die Verwaltung dort eingezogen ist, das alte Rathaus in der Ortsmitte abgerissen wird. Um so den Weg für den neuen Verwaltungsbau zu ebnen. Der Bau liegt laut Rembold sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan.

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