Beachparty und Waldstetter Herbst abgesagt

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Weil Menschenmassen mit tausenden Besuchern pandemiebedingt keine Option sind, verschiebt die Waldstetter Verwaltung erneut zwei beliebte Feste. Freibadsaison könnte im Lauf des Junis starten.

Waldstetten

Sowohl die Beachparty im Waldstetter Freibad am 23. Juli als auch das Waldstetter Herbstfest am 26. September sind abgesagt. Bereits 2020 musste die Gemeindeverwaltung beides wegen der Corona-Pandemie vom Veranstaltungskalender streichen. Und nun erneut eine Absage. „Der Juli naht“, sagt Bürgermeister Michael Rembold, und angesichts der aktuellen Inzidenz von 165 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern des Ostalbkreises innerhalb einer Woche sei die Beachparty mit erfahrungsgemäß 1300 bis 1400 Besuchern „schwierig vorstellbar“. Außerdem: Die bereits im vergangenen Jahr gebuchten Bands „wollten wir nicht lange hinhalten“. Der Bürgermeister hofft, dass im Sommer zumindest wieder ein Open-Air-Kino im Bad möglich ist - mit 120, bis 200 Besuchern. „In dem Rahmen kann man planen, das hat man gut im Griff.“

Für Steffi Kirschnek, die mit ihrem Mann den Kiosk im Waldstetter Freibad betreibt, bedeutet das zweite Jahr ohne Beachparty „eine Riesen-Umsatzeinbuße“. Aber die Corona-Regeln ließen sich einfach nicht einhalten, wenn viele Menschen und Alkohol im Spiel seien. Seit 2. November, darf Kirschnek, die außerhalb der Freibadsaison im „Hölzle“ in Weilerstoffel tätig ist, nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen. „Da fällt der komplette Zahltag weg.“ Wie es mit der Gastronomie weitergeht, „steht in den Sternen“, sagt sie. Und hofft darauf, dass, wie im vergangenen Jahr, der Kiosk ein eingeschränktes Angebot machen kann. Wenn etwa Freibadgäste sich zumindest Essen für den Verzehr auf der Wiese statt an den üblichen Gästetischen kaufen könnten. Oder wenn, wie im vergangenen Jahr, Interessierte sich Essen von der Mittagskarte oder Kaffee und Kuchen holen könnten, ohne ein Freibadticket kaufen zu müssen. „Die Leute waren letztes Jahr trotzdem begeistert“, sagt Steffi Kirschner, und signalisiert schonmal: „Wir sind für alles offen.“

Geplant war der Start in die Waldstetter Freibadsaison für diesen Donnerstag. Jetzt hofft Rembold, „im Laufe des Junis“ öffnen zu können. Aktuell werde im Bad alles für den Betrieb bereitgemacht, auch die erneute Kooperation für die Online-Ticketbuchung mit den Gmünder Stadtwerken ist bereits geregelt. Zwei bis drei Wochen Vorlauf seien nötig fürs Aus- und Einlassen des Wassers in die Becken. Die hat die Verwaltung allemal, denn Bäder seien ganz weit hinten bei den vorgeschriebenen schrittweisen Öffnungsszenarien, sagt Rembold.

Vielleicht ein Sonntagsverkauf

Dass das Waldstetter Herbstfest ein zweites Mal coronabedingt ausfällt, „ist schon schade für den Handel“, sagt Andreas Löffler als zweiter Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins zur erneuten Absage des Traditionsereignisses. Er könnte sich vorstellen, dass wenigstens in der Vorweihnachtszeit ein verkaufsoffener Sonntag möglich sei, „aber nicht im großen Stil“.

Da kann man kein vernünftiges Hygienekonzept aufziehen.“

Michael Rembold

Für derartige Aktionen sei die Verwaltung offen, sagt der Bürgermeister. Auch, dass Vereine im Lauf des Jahres wie im vergangenen Sommer zu kleineren Veranstaltungen einladen, hält er für möglich. Nicht aber den Waldstetter Herbst. Aktuell sei man bei der Senkung der Inzidenzen „ganz mühselig vorangekommen“, sagt Rembold. Zudem würden bis zum Herbst sicher noch nicht alle Impfwilligen ihre zweite Dosis erhalten haben. Und dann ein Event mit 8000 bis 10 000 Besuchern: „Da kann man kein vernünftiges Hygienekonzept aufziehen.“ Außerdem braucht ein solches Großereignis entsprechend Vorlauf, zumal seit 2020 eine erstmals angekündigte italienische Nacht mit in der Warteschleife hängt. „Man muss ja auch noch planen können“, sagt der Bürgermeister. Und das wird dann wohl 2022 der Fall sein.

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