Bei den Bauvergaben „Dusel“ gehabt

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Nach 22 Jahren Gremiumsarbeit wurde Veronika Gromann (Mitte) durch Bürgermeister Michael Rembold und Beate Kottmann in Waldstetten aus dem Gemeinderat verabschiedet.
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Das Waldstetter Gremium verabschiedet das langjährige Ratsmitglied Veronika Gromann und thematisiert die Schulsanierung und den Breitbandausbau.

Waldstetten

Der Breitbandausbau in Waldstetten geht in die nächste Runde. Der Gemeinderat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, dass ein weiterer Förderantrag an Bund und Land gesandt wird. Diesmal geht es um das „Graue-Flecken-Programm“. Sprich, die Bereiche, in denen die Internetversorgung zwischen 30 und 100 Mbit liegt.

Nathalie Hess vom Büro Geo Data erläuterte das Ergebnis eines durchgeführten Markterkundungsverfahrens. Dieses ergab, dass 719 Haushalte, beziehungsweise Gebäudeanschlüsse, ermittelt wurden, die förderfähig wären – sofern der Zuschuss von Bund und Land mit 90 Prozent denn flößen. Insgesamt gehe man von einer Investitionssumme von 6,69 Millionen Euro aus., so Herr. Abzüglich der förderfähigen Kosten verbliebe ein Eigenanteil für die Gemeinde Waldstetten von 1,07 Millionen Euro, rechnete die Fachberaterin des Westhausener Büros vor.

Für die Gemeinde Waldstetten als Hauptort wären dann Tiefbauarbeiten für rund zehn Kilometer Verlegung nötig, für Wißgoldingen sechs Kilometer.

Bis Ostern soll die Sanierung des Primarbereichs an der Gemeinschaftsschule „Unterm Hohenrechberg“ in Waldstetten abgeschlossen sein. Was bedeutet, dass nach den Osterferien der Unterricht für die davon betroffenen Schüler wieder im Grundschulgebäude stattfinden kann. 

Weiter geht’s dann im Sekundarbereich, wo Anfang Mai die Sanierungsarbeiten starten sollen. Hier wird der erste Bauabschnitt voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien gehen.  Danach kommt dann die Sanierung der zweiten Erweiterung. Die Angebote für den Sekundarbereich liegen bereits vor, wie Bauamtsleiterin Maren Zengerle erläuterte. Zum einen geht es um Abbrucharbeiten, etwa der Demontage der Decken, bei der acht Firmen aufgefordert wurden, Angebote abzugeben. „Ein Angebot haben wir erhalten“, berichtete Zengerle. Dieses barg Grund zur Freude, denn mit einer Vergabesumme von rund 82 000 Euro liegt die Firma AED Lorch noch gut 1000 Euro unter der Kostenberechnung. Weiter wurden acht Firmen für die Putz- und Trockenbauarbeiten aufgefordert. „Hier haben zwei Firmen abgegeben.“ Und auch hier liegt der günstigste Bieter, die Firma Preiss aus Schwäbisch Gmünd, trotz aktuell steigender Preise auf dem Bausektor mit 224 180 Euro noch unter der Kostenberechnung von 233 554 Euro. „Wir haben einfach sehr viel Dusel gehabt“, freute sich auch Bürgermeister Michael Rembold über die günstigen Angebote. Das Gremium vergab einstimmig die Arbeiten an die beiden Firmen.

Nach 22 Jahren ist Schluss

Nach 22 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit als Gemeinderätin hat Veronika Gromann von den Grünen bereits 2021 aus gesundheitlichen Gründen das Gremium verlassen. Nun wurde sie offiziell von Rembold verabschiedet. Dieser hob Gromanns „großes Engagement im Gemeinderat, aber auch als Kreisrätin hervor. „Mit Herz, Verstand und Leidenschaft“ habe sie sich der Gemeinderatstätigkeit seit 1999 gewidmet. Auch über 13 Jahre als Kreisrätin sei sie stets zum Wohl der Bürgerschaft unterwegs gewesen. „Ihre Persönlichkeit hat weit über die Gemeinde hinaus gestrahlt“, so Rembold. „Sie waren ein Glücksfall für Waldstetten.“ Im Namen der Gemeinderäte dankte Beate Kottmann für die „schöne und spannende Zeit“.

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