Das Impfzentrum in der Stuifenhalle steht

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Aus der Stuifenhalle wird am Wochenende ein Impfzentrum für über 80-Jährige. Bürgermeister Michael Rembold und Hauptamtsleiterin Tamara Luckas präsentieren die Infrastruktur.

Die Stuifenhalle wurde in ein Impfzentrum verwandelt. Haupt- und Ehrenamt arbeitet Hand in Hand für die über 80-Jährigen in Waldstetten.

Waldstetten

Die Voraussetzungen für ein Impfzentrum in Waldstetten sind erledigt. So kann das Impfteam vom Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart vom Freitag, 26. März bis einschließlich Sonntag, 28. März, an die Arbeit gehen. "Sie sehen uns die Freude ins Gesicht geschrieben", sagte Bürgermeister Michael Rembold am Mittwochn, als er das neue Innenleben mit der "Impfstraße" in der Stuifenhalle präsentierte.

Freude herrscht beim Schultes auch darüber, dass es den Waldstetter Senioren über 80 Jahren offensichtlich wichtig ist, sich mit einer Impfung zu schützen. "Wir haben eine Impfrate von 85 bis 90 Prozent", schildert Rembold. Dies habe sich gezeigt, als alle über 80-Jährigen angeschrieben wurden. Auch die im Pflegeheim, wo man eigentlich davon ausging, dass sie ihre Impfung bereits bekommen haben. Hauptamtsleiterin Tamara Luckas erklärte, dass es dort jedoch einen Neuzugang sowie einen Senior gegeben habe, der durch Krankheit die Impfung des mobilen Teams nicht erhalten konnte. "Umso erleichterter waren beide, dass sie jetzt in Waldstetten im Impfzentrum geschützt werden", informierte sie. Zudem gab es Rückmeldungen, dass bereits viele in Kreisimpfzentren an der Reihe waren. So verbleiben 230 Waldstetter Senioren, die zwischen 26. und 28. März mit Biontech geimpft werden. Also gut 70 Personen kommen pro Tag dran. Sollten Impfdosen verbleiben, werden diese an Personen auf einer Warteliste geimpft, die erst nach dem 30. März noch in diesem Jahr 80 Jahre alt werden. "Das sind 60 Personen. Die wissen Bescheid, dass ein Anruf kommen kann und stehen parat", so Rembold. Wiederholt bedauert er, dass man sich streng an die Vorgaben des Landes halten müsse. Erst kommen nur die über 80-Jährigen dran. Alle Termine seien "proppenvoll".

Ein organisatorischer Kraftakt wurde von einem Team rund um Tamara Luckas und Ira Herkommer im Rathaus gemeistert. Denn es ging nicht nur um die Vergaben der Impftermine, sondern auch um das Organisieren des ehrenamtlichen Fahrdienstes mit 33 Fahrerinnen. Auch war abzuklären, wann eine Person am besten von der Tageszeit her geimpft wird und vieles mehr. Rembold ist stolz auf sein Verwaltungsteam. "Mir ist wichtig, dass sich die Senioren geborgen fühlen." Man wolle mit diesem "Impfen in der Heimat" letzte Hemmungen oder gar Ängste nehmen. "Es soll ein Rundum-Sorglos-Paket sein."

Beim Durchschreiten der Impfstraße, die als "Einbahnstraße" angelegt ist, zeigte sich, dass viele Ehrenamtliche dem Impfteam aus dem Robert-Bosch-Krankenhaus zur Seite stehen. So werden Impfwillige, die Mühe beim Gehen haben, in einem Rollstuhl zum Aufklärungsbereich gefahren. Oder wird die Temperatur am Eingang ebenso von zwölf Ehrenamtlichen gemessen wie etwa Schnelltests durchgeführt werden. Mit im Boot sind 20 Mitglieder der DRK-Ortsgruppe. Zudem kümmert man sich um die Geimpften, wenn sie noch eine Weile zur Beobachtung in der Halle bleiben müssen.

Mir ist wichtig, dass sich die Senioren geborgen fühlen.

Michael Rembold, Bürgermeister

Gutes Miteinander

Als "schönes und gutes Miteinander" sieht Rembold die Zusammenarbeit mit der Stadt Gmünd bezüglich des Impfzentrums. Denn gemeinsam mit Bürgermeister Christian Baron habe er das Impfkonzept auf die Beine gestellt. Schließlich ist das Impfteam die Tage vor und nach Waldstetten in der Schwerzerhalle tätig. "Wir haben mit Landrat Dr. Joachim Bläse den Ostalbkreis eng an unserer Seite."

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