Die Grillstelle liegt erstmal auf Eis

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Niclas Spieß zeigt den bereits vom Gestrüpp befreiten Platz für den neuen Grillplatz im Bronnforst.

Das Projekt des Waldstetter Jugendbeirats im Bronnforst kann aufgrund der aktuellen Corona-Krise nicht realisiert werden. Dabei waren die Pläne und die Umsetzung schon weit gediehen.

Waldstetten

Alles hätte so schön laufen können, doch "jetzt liegt das Projekt erstmal auf Eis", meint der Vorsitzende des Waldstetter Jugendbeirats Niclas Spieß. Die Rede ist vom geplanten Grillplatz im Bronnforst. "Unser geheimer Wunsch war eine Fertigstellung bis Juni", sagt Niclas Spieß. Dann kam das Coronavirus. Und mit ihm die Kontaktsperre. Die Folge: "Zwei Personen können das Projekt alleine nicht stemmen."

Dabei waren die Pläne für den Grillplatz schon weit gediehen. Mehr noch. Gemeinderat Markus Hofele hatte bereits am Faschingsdienstag damit begonnen, gemeinsam mit seinem Sohn Elias und seinem Vater Barthold das Gelände vom Gestrüpp zu befreien. Auch einige Bäume wurden gefällt, die seien aber im Vorfeld vom Forst als nicht erhaltenswert deklariert worden, sagt Niclas Spieß.

Die Fläche im Bronnforst war also bereit. Sie hätte nur noch eingeebnet werden müssen, erklärt der Jugendbeiratsvorsitzende. Anschließend hätten noch der Grill sowie das Mobiliar gebaut werden müssen. Hierfür hatten örtliche Bauunternehmer bereits ihre Unterstützung signalisiert. Doch daraus wird nun vorerst nichts, meint Niclas Spieß und verweist auf das derzeitige Kontaktverbot.

Dass der neue Grillplatz nun doch noch nicht realisiert werden kann, sieht der Jugendbeiratsvorsitzende aber eher pragmatisch: "Wäre der Treffpunkt jetzt schon fertig, hätte man ihn – um Menschenansammlungen zu verhindern – absperren müssen." Wann die Grillstelle fertiggestellt werden kann, stehe derzeit noch nicht fest.

Die Idee reift seit 2017

Der Gedanke an einen Grillplatz für Jugendliche beschäftigt die Waldstetter Jugend bereits seit dem ersten Jugendforum 2017, da Jahre zuvor ein vorhandener Grillplatz beim Abenteuerspielplatz in der Wolfsgasse geschlossen wurde. Zwar gebe es in der Gemeinde unterm Stuifen immer noch Plätze zum Treffen, wie zum Beispiel den Mehrgenerationenpark in der Ortsmitte, "aber eben keinen Grillplatz für die Jugend", sagt Niclas Spieß. Unterstützung für ihr Vorhaben erhielten die Jugendlichen vom Schultes höchstpersönlich. "Von Anfang an stand Bürgermeister Michael Rembold hinter dem Projekt Grillplatz", erinnert sich der Jugendbeiratsvorsitzende.

Noch in der Februarsitzung des Gemeinderats konnte Niclas Spieß den von Jugendbeirat Vincenz John ausgearbeiteten Entwurf eines Grillplatzes im Bronnforst präsentieren. Es habe zwar "einige berechtigte Bedenken" im Gremium gegeben, sagt Niclas Spieß, doch diese seien alle in die weiteren Planungen miteingeflossen.

Der Plan für den neuen Jugendtreffpunkt sieht einen gemauerten Rundgrill vor, um den zwei von den Jugendlichen selbst gezimmerte Sitzbänke platziert werden sollen. Weitere Bänke und Tische sollen etwas weiter hinten aufgestellt werden. "Alles Mobiliar wird gegen Vandalismus im Boden fest verankert", erklärt Niclas Spieß die Pläne. Zum Ablöschen der Glut im Grill soll zudem ein Behältnis mit Sand aufgestellt werden. Und zwei Mülleimer sollen die Sauberkeit gewährleisten – zudem soll auf einer Hinweistafel der sorgsame Umgang mit dem Grillplatz erklärt werden. Auch hatten sich bereits ein Rathausmitarbeiter und einige Jugendbeiräte bereit erklärt, bei eventuellen Reklamationen durch Vermüllung nach dem Rechten zu sehen – "wir werden regelmäßige Kontrollgänge unternehmen", verspricht Niclas Spieß.

Jugendbeiratssitzung per Skype-Konferenz

Das Kontaktverbot betrifft derzeit auch die Arbeit des Jugendgemeinderates. Die Sitzung im März musste abgesagt werden, "und das trotz vollem Programm", sagt Niclas Spieß. Unter anderem sollten die neuen Shirts mit Jugendbeirat-Logos verteilt und die Anregungen und Wünsche des Jugendforums im vergangenen November bearbeitet und diskutiert werden. Auch weitere Aktionen des Jugendbeirats sollten besprochen werden, zum Beispiel über die Beteiligung am Kinderferienprogramm der Gemeinde. "Das müssen wir wohl mittels Skype-Konferenz klären", sagt der Jugendbeiratsvorsitzende. aro

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