Ehrenamt für noch mehr „Wir-Gefühl“

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Pfadfinder ziehen um
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Wie weit der Neubau der Waldstetter Pfadfinder gediehen ist und wann der Umzug ins neue Heim stattfinden soll.

Waldstetten

Die Waldstetter Ortsmitte soll eine Umgestaltung erfahren. Für die Pfadfinder vom Stamm Einhorn bedeutet dies das Ende ihrer alten Heimat im Haus der Jugend. Gemeinsam mit den Wäschgölten haben die Pfadfinder eine „Bauherrengemeinschaft“ ins Leben gerufen und teilen sich einen Bauplatz sowie ein Gebäude in der Carl-Zeiss-Straße in Waldstetten. Das Grundstück wurde den beiden Institutionen von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Während bei den Wäschgölten die Zeit etwas drängte, um ihrem Wagenbau aus dem alten, zum Abriss bestimmten Rathaus zu bekommen, haben die Pfadfinder etwas mehr Zeit für ihren Umzug. Der Gemeinderat habe signalisiert, dass sich die Umgestaltung der Ortsmitte etwas verzögere. Als Umzugsziel hätten sich die Einhörner Ende des Herbstes in den Kalender geschrieben, erklärt Stammesführer Frieder Eißmann. Trotzdem seien die Räume der neuen Pfadfinderheimat in Waldstetten mit Baumaterial „ziemlich zugestellt“ meint Eißmann, ein Grund seien die massiven Preisanstiege in der Bauwirtschaft. Die Pfadfinder hätten versucht, möglichst viel und möglichst schnell zu ordern, um vor weiteren Preissteigerungen sicher zu sein.

Im März wurde ein kleines Richtfest am Neubau gefeiert, damals waren die Hauptarbeiten der Gewerke abgeschlossen und das Außengerüst war abgebaut. Mit Volldampf ging es dann in Eigenleistung an den Innenausbau. Material wurde bestellt, der Boden abgedichtet, die Zwischendecke und die Trennwand zum Wagenbau der Wäschgölten abgedämmt. Die Konstruktionen für die Innenwände wurden erstellt, jetzt warten die Pfadfinder auf den Einbau der Elektrik und die Erschließungsarbeiten des Energieversorgers. Der Energieversorger wisse Bescheid, erklärt Eißmann, der aber nicht sagen kann, wann ein Techniker erscheint. Mehr Glück haben die Pfadfinder mit dem Einbau der Elektrik: Ein Stammesmitglied ist Auszubildende zur Elektroinstallateurin und hat sich bereiterklärt, die Arbeiten zu übernehmen. Der Ausbildungsmeister wird die Installationen im Nachgang abnehmen.

Zwischen 16 und 50 Jahre alt

Gut die Hälfte des Innenausbaus sei geschafft, meint Eißmann zufrieden, auch wenn der Bau derzeit „schlummert, aber nicht schläft“. In den Sommerferien sei es einfach schwerer, genügend freiwillige Helfer zu finden.

Wenn aber gewerkelt wird, sind immer eine Handvoll Mitstreiter zur Stelle. Zwischen 16 und rund 50 Jahren seien die Helfer, meint Eißmann, der sich über die Kenntnisse und Erfahrung der etwas Älteren und die Power der Jüngeren freut, sich aber doch etwas über die immens gestiegenen Kosten im Trockenbausegment beklagt. Noch erreichen die Pfadfinder „haarscharf“ ihr Finanzierungskonzept, seien aber immer noch auf Unterstützer und Spender angewiesen, die den Pfadis zweckgebunden unter die Arme greifen.

Der Treppenbauer für einen Zugang ins Obergeschoss wird als Nächstes auf der Baustelle erwartet, das Außengelände gehört modelliert und der Sockel ummantelt.

Jetzt hoffen die Pfadfinder darauf, zum Herbstende im neuen Heim ihr Material einlagern und Gruppenstunden abhalten zu können. Der Stammesführer ist sicher, der Neubau sei ein Projekt nach den Richtlinien der Pfadfinder: „des Miteinanders, des persönlichen Engagements und des bewussten Umgangs mit der Umwelt“. Ein neues Heim, geschaffen aus ehrenamtlichem Engagement, fördere zudem die Identifikation aller mit der neuen Heimat.

Wer helfen und unterstützen möchte, findet unter https://einhorn.bdp-bawue.de/unser-neubau weitere Informationen.

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