Ehrenamt für viele Lebenslagen

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Bis Ende 2022 ausgebucht ist die Kleinkindbetreuung des Waldstetter Vereins Rentenretter, der neben den „Musikschulwichteln“ auf dem Kirchberg die „Kleinen Wichtel“ am Malzéviller Platz betreut.
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Zuschuss für die Kleinkindbetreuung der Waldstetter Rentenretter, Ansporn zum „Stadtradeln“ für die Gemeinderäte und Lob für die Feuerwehr.

Waldstetten

Rentenretter, Nachhaltige Zukunft Waldstetten, Feuerwehr: Das Ehrenamt in verschiedenen Ausprägungen spielte eine bedeutende Rolle in der Sitzung des Waldstetter Gemeinderats am Donnerstagabend, zu der Verwaltung und Gremium coronabedingt erneut per Videokonferenz zusammenkamen.

Den Anfang machte der Verein Rentenretter, der zwei betreute Spielgruppen mit je zehn Plätzen für Kinder ab einem Jahr organisiert - die „Musikschulwichtel“ auf dem Kirchberg, die „Kleinen Wichtel“ am Malzéviller Platz. Für diesen Beitrag zum Betreuungsangebot in der Gemeinde erhält der Verein einen jährlichen Zuschuss, der auch für dieses Jahr 52 042 Euro beträgt, wie der Gemeinderat einstimmig beschloss. Mit dem Geld werde der Verein keine größeren Projekte bestreiten, sagte der zweite Vorsitzende René Hahn. Allerdings solle die neue Unterbringung am Malzéviller Platz weiter ausgestaltet werden. Außerdem habe der Verein weniger Einnahmen, weil er keine Beiträge eingezogen hat, während die Gruppen coronabedingt nicht besetzt waren. Die neue Rentenretter-Vorsitzende Kristina Römer machte den Bedarf deutlich: Das Angebot werde sehr gut angenommen, die gruppen seien „bis Ende '22 komplett voll“. Entsprechendes Lob gab die bei der Verwaltung für Familie und Bildung zuständige Claudia Kuhn zurück: Die Rentenretter seien „eine Bereicherung in der Kleinkindbetreuung“. Hans-Josef Miller (CDU) nannte das Geld hierfür „sehr gut angelegt“, Martin Mager (FWV) meinte schlicht: „Macht weiter so.“

Eine Lanze für die Aktion „Stadtradeln“ brach im folgenden Thomas Schneider vom Verein Nachhaltige Zukunft Waldstetten. „Es sollte jeder mitmachen“ und in den drei Wochen vom 7. bis 27. Juni möglichst viele Radelkilometer für Waldstetten sammeln. Nicht nur, weil es Preise gibt, sondern weil's gut für die Umwelt ist und manchmal sogar Zeit spare. 15 Kommunen im Ostalbkreis seien dabei. Warum er extra im Gemeinderat für die Aktion werbe, bei der Waldstetten vergangenes Jahr zum ersten Mal dabei war? Weil dessen Mitglieder Vorbildfunktion haben und weil sie vom Drahtesel aus „eine andere Perspektive“ auf die für Radler zur Verfügung stehende Infrastruktur bekommen. Denn das ist neben der Vermeidung von CO2 ein Ziel der Aktion: zu zeigen, wo's daran hapert.

Schneiders Hoffnung auf mehr Wettbewerb durch einzelne Fraktionsteams folgte der Gemeinderat allerdings nicht. Mit fünf Enthaltungen - eine davon von einem radlosen Rat - stimmte das Gremium für ein gemeinsames Team. Die Anmeldung bei www.stadtradeln.de, wo sich jeder Interessierte anmelden kann, übernimmt in dem Fall Bürgermeister Michael Rembold als Teamkapitän, der es wichtig findet, „Klimaschutz von unten nach oben zu tragen“.

Nicht nur neu aufgestellt, sondern auch vom Gemeinderat bestätigt ist nun die Waldstetter Freiwillige Feuerwehr. Bürgermeister Michael Rembold lobte, dass viele Mitglieder sich an der coronabedingt angewandten Briefwahl der Kommandanten und ihrer Stellvertreter beteiligt haben. Bestätigt wurden Ingo Brosch als Feuerwehrkommandant, Andreas Seitzer und Bernd Knödler als Stellvertreter, Daniel Nuding als Waldstetter Abteilungskommandant, sein Stellvertreter Frank Reißmüller sowie Markus Heilig als Wißgoldinger Abteilungskommandant und sein Stellvertreter Marc Wittlinger. Kommandant Ingo Brosch bedankte sich für die stete Unterstützung von Verwaltung und Gemeinderat und mahnte an „im Vorfeld die nächsten Jahre zu denken“, weil noch einige Anschaffungen nötig seien, damit die Feuerwehr schlagkräftig bleibe.

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