Ein gegenseitiges Geben und Nehmen

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Der Stuifen mit Stuifenkreuz: ein emationaler Ort für Waldstetter und Wißgoldinger.
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Waldstetter und Wißgoldinger feiern 50 Jahre Eingemeindung am Stuifenkreuz und am Fuße des gemeinsamen Hausbergs.

Waldstetten. Was verbindet Waldstetten, Weilerstoffel und Wißgoldingen auf besondere Weise? Es ist der Stuifen, davon ist Bürgermeister Michael Rembold fest überzeugt. Weil die Menschen hier die Drei Kaiserberge ins Herz geschlossen haben. Den vor ihrer Haustür ganz besonders. Als Hausberg, auf den man morgens als Erstes blickt. Als Wanderkulisse, um drumherum zu gehen, laufen, radeln. Oder hinauf zum Stuifenkreuz, dessen Installation mit vielen Emotionen für und wider verknüpft war. „Man lässt dort gern die Seele baumeln“, ist Michael Rembold überzeugt.

Darum sei das Stuifenkreuz genau der richtige Platz, um dort am kommenden Sonntag, 3. Juli, das 50. Jubiläum der Eingemeindung von Wißgoldingen zu feiern, sagt der Waldstetter Bürgermeister. Gefeiert wird übrigens im Anschluss an ein weiteres Traditionsereignis: Am Samstag, 2. Juli, starten dort die 70. Stuifenläufe des TV Wißgoldingen. Vom legendären Bergfest und dem Zieleinlauf auf dem Berg spreche man immer noch, sagt Schultes Michael Rembold, auch wenn das Ziel mittlerweile am Fuß des Berges liegt.

Etwas für Herz, Leib und Seele

Ursprünglich war das Fest zum Eingemeindungsjubiläum in der Kaiserberghalle für Februar geplant, als vor 50 Jahren der Eingemeindungsvertrag unterschrieben worden ist. Doch es musste, wie so vieles, pandemiebedingt verschoben werden. Kindergarten Schule und Fahnenträger hätten zum Programm beigetragen, sie alle haben nun angesichts zahlreicher Veranstaltungen anderweitige Verpflichtungen, bedauert Michael Rembold.

Dafür gibt’s nun „was für Herz, Leib und Seele“, verspricht der Schultes. Nach dem Festgottesdienst am Stuifenkreuz lasse er zusammen mit Wißgoldingens Ortsvorsteherin Monika Schneider kurz die vergangenen 50 gemeinsamen Jahre Revue passieren. Außerdem wollen die beiden anhand einiger Schwerpunkte zeigen, wie und was „man in Zukunft miteinander schaffen will“.

Vieles ist im Gang

Vieles ist bereits im Gang: Zur Zeit entstehe mit viel Engagement des Dorfvereins der Begegnungsraum im Bezirksamt. An der Spielplatzkonzeption sei schon vieles umgesetzt, das Dorfmärktle „wollen wir kräftigen“. Das Wißgoldinger Feuerwehrgerätehaus ist mit Hilfe von viel Eigenleistung der Kameradinnen und Kameraden bereits erweitert und saniert, die Kaiserberghalle muss noch warten bis nach dem Rathausneubau. Und es gibt „das Flaggschiff der Quartiersimpulse“, das Löwen-Areal, wo bald generationengemischtes Wohnen möglich werden soll.

Das ist Rembold wichtig

Bei allen Projekten sei die Muttergemeinde Waldstetten sehr darauf bedacht, Wißgoldingen wie eine selbstständige Gemeinde zu behandeln, „das ist mir wichtig“, sagt Michael Rembold und betont: „Von Wißgoldingen bekommen wir auch ganz viel.“ Die Feuerwehr etwa „harmoniert wunderbar“ mit der Waldstetter Wehr. Auch in kultureller Hinsicht laufe viel. So besuchten viele Waldstetter und andere sehr gerne Wißgoldinger Feste und beispielsweise zum Tanzkreis Wißgoldingen gingen viele Waldstetter. „Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.“ Das nicht nur mit Gottesdienst und Reden, sondern auch mit zwei Wanderungen und mit einem Fest am Fuße des Stuifens gefeiert wird. Zwar kommt zum Gottesdienst und den Festreden nur, wer gut zu Fuß ist – einen Fahrdienst auf den Berg gibt’s wegen der schmalen Wege und zugunsten des Naturschutzes nicht. Dafür ist drunten wiederum ganz viel Miteinander.

Zum Jubiläumsfest spielt die Jugendkapelle des Musikvereins Wißgoldingen, durchmischt mit Waldstettern, und unter Federführung des Dorfvereins sei „nahezu jeder Verein in die Festbewirtung involviert“, sagt Michael Rembold. „Da kommt das Gemeinschaftliche zum Ausdruck.“

Fest, Glaubenswege- und Sternwanderung

Das Fest zum Eingemeindungsjubiläum am kommenden Sonntag, 3. Juli, beginnt mit einem Gottesdienst und Ansprachen am Stuifenkreuz um 10.30 Uhr. Danach steigt das Fest beim Wasserhochbehälter am Fuße des Berges. Zum Jubiläum gibt es eine Glaubenswegewanderung, die um 8 Uhr vom Friedhofsparkplatz in Waldstetten über Rechberg, dort ist um 9.15 Uhr Start an der Gemeindehalle, zum Stuifenkreuz führt. Nach einer Einkehr beim Fest geht es über Reiterleskapelle und die Wallfahrtskirche Hohenrechberg zurück. Eine Sternwanderung führt um 9 Uhr von der Wißgoldinger Kirche St. Johannes Baptist zum Stuifenkreuz.

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