Freizeitsport - „Balsam für die Seele“

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Begegnen sich Sonntag für Sonntag auf der Klepperlestrasse beim Joggen: Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold und Michael Länge. Dabei entstand dieses Selfie.
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Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold erzählt, wie er zum Laufen kam und was das Joggen ihm gibt.

Waldstetten

Für Michael Länge war's eine Überraschung. Selbst Läufer seit Jahrzehnten und Woche für Woche sonntags auf der Klepperlestrasse unterwegs, begegnete dem Tagespost-Redaktionsleiter dort Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold. Immer häufiger. Woche für Woche sonntags. „Ich habe mich seit jeher für den Sport begeistert, das Laufen aber war lange Zeit nicht meine Disziplin“, sagte Rembold, früher aktiver Fußballspieler, von der GT zu den sonntäglichen Läufen befragt.

Dass der Waldstetter Schultes nun regelmäßig die Beine in die Hand nimmt, dazu mag auch Corona beigetragen haben. Denn Körper und Geist in Einklang zu bringen, sich körperlich zu betätigen und auf Fitness zu achten, war in den Corona-Monaten eine Herausforderung. Der Besuch von Fitnessstudios, Vereinssport oder Angeboten der Volkshochschule fiel den Pandemieverordnungen zum Opfer. Rechnet man das Homeoffice und die damitverbundenen gesundheitlichen Probleme wie Verspannungen und Rückenschmerzen durch nicht ergonomische Arbeitsmöbel hinzu, steht bei vielen Menschen die Frage nach Abhilfe und gleichzeitig nach Motivation zum Freizeitsport im Raum. Rembold hat so für sich das Joggen entdeckt.

Vertrat er beim Fußball und den damit verbundenen Ausdauerläufen noch die Ansicht, dass er kein Leichtathlet sei, so hat er inzwischen das Laufen schätzen gelernt. Anlass seien massive Nackenbeschwerden gewesen, Folge der Tätigkeit am Schreibtisch und Computer. Rembold folgte der Empfehlung, aufrecht mit Stöcken zu gehen. Dies wurde mit der Zeit zu langweilig, deshalb ging das „Nordic-Walking“ ins Joggen über. Über das Laufen kann Rembold nur Gutes berichten: „Joggen“, sagt er, ist Wellness für Körper, Geist und Seele.“ Die Anforderungen an den ganzen Körper und der Genuss der Natur trügen zu einem wohligen und angenehmen Gefühl bei. In Kombination mit der wunderbaren Landschaft sei Joggen eine optimale sportliche Betätigung, um abzuschalten und dazu „ein toller Ausgleich zum Büro-Job“.

Neben dem Joggen hat Rembold auch das Radfahren für sich entdeckt, da wundert es nicht, dass er die Aktion „Stadtradeln“ aktiv in seiner Gemeinde unterstützt hat. Neben dem Aspekt der Gesundheit ist es für Rembold auch, gerade beim Stadtradeln, wichtig, „ein Zeichen für den dringend notwendigen Klimaschutz zu setzen“. Wenn man jetzt, bei sinkenden Infektionszahlen, das Radeln noch mit einem leckeren Vesper verbindet, ist das das „Topping obendrauf“. Die Monate währende Stilllegung des Vereinssport- und Amateursportbetriebs und der Angebote in den Fitnessstudios bedauert Rembold sehr, unter der Stilllegung litten nicht nur die Anbieter und Vereine, es sei auch bedauerlich zu beobachten, wie Familien, Kinder und Senioren von vielen sportlichen Angeboten regelrecht ausgeschlossen wurden. Hier müsse es jetzt zügig wieder nach vorne gehen.

Seinen persönlichen Anreiz, sich regelmäßig körperlich zu betätigen, erläutert Rembold so: „Sport bedeutet für mich, den Kopf freizubekommen, unsere wunderbare Natur zu genießen, etwas für die Gesundheit zu tun, für eine gewisse Zeit abzuschalten und bei mir selbst zu sein.“ Abschließend verrät Waldstettens Bürgermeister seine persönliche Lieblings-Laufstrecke: „Waldstetten und von dort aus in Richtung Trasse nach Metlangen, Reitprechts, Lenglingen und zurück“.

Sport bedeutet für mich, den Kopf freizubekommen.“

Michael Rembold, Bürgermeister in Waldstetten

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