Gefahr durch umstürzende Bäume

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Erörtern die Ausmaße des Eschentriebsterbens am Wißgoldinger Kreuzweg. (v.l.): die Kirchengemeinderäte Peter Wagner und Dieter Scheel, Benedikt Traa vom Ortsbauamt, Forst-Außenstellenleiter Jens-Olaf Weiher, Revierleiter Johannes Gugel sowie der stellvertretende Bauhofleiter Christian Horan.

Zahlreiche Bäume am Wißgoldinger Kreuzweg sind vom Eschentriebsterben betroffen und könnten jederzeit umfallen - Spaziergänger sollten das Weglein bei der Kapelle zur Zeit nicht nutzen.

Waldstetten

Bei der routinemäßigen Überprüfung der Bäume im Bereich von Wegen und Straßen im Waldstetter Gemeindegebiet haben Fachleute des Bauhofs entlang des Kreuzweges bei der Kapelle in Wißgoldingen, kranke und bereits abgestorbene Eschen entdeckt, teilt die Verwaltung mit. Bei der deswegen vorgenommenen, intensiven Begehung des Waldes durch Revierleiter Johannes Gugel von Forst-BW seien zahlreiche weitere, vom Eschentriebsterben betroffene Bäume gezählt worden.

Daraufhin sei der Wißgoldinger Kirchengemeinderat kontaktiert worden, vor vielen Jahren hatte die Kirchengemeinde die Kreuzwegstelen entlang des Weges errichtet. Es folgte ein gemeinsamer Besuch des Waldstückes mit Forst-Außenstellenleiter Jens-Olaf Weiher. Dieser zeigte die Gefahr, die von den Eschen vor allem im Kronenbereich ausgeht, wo bereits 80 Prozent der Bäume vom Eschentriebsterben befallen seien. „Sobald Faulstellen in der Wurzel auftreten, ist der ganze Baum gefährlich“, erklärte Weiher beim Vor-Ort-Termin. Und erachtete folglich eine großräumige Entfernung als vertretbar - zur Sicherheit der Kreuzweg-Pilger, aber auch der Mitarbeiter, die mit den Pflegemaßnahmen in dem Wald betraut werden.

„Mit einzelnen herabfallenden Ästen muss ein Waldbesucher in jedem Wald jederzeit rechnen, doch hier besteht eine ganz andere Gefahr“, betonte Weiher. Vorwiegend nachts fallen die Eschen. „Es gibt eine große Dynamik in diesem Jahr allerorts“, erklärte er. Es werde nun schnellstmöglich einen runden Tisch mit dem Forst-BW, der Gemeinde, dem Kirchengemeinderat sowie einem externen Waldarbeitsunternehmen geben. Bis die Bäume beseitigt sind, hoffen die Beteiligten auf die Vernunft der Bürgerschaft, den Kreuzweg nicht mehr zu betreten. Der untere Weg zur Grotte könne zwar genutzt werden, doch auch dort stehen Eschen. Weshalb die Verwaltung in diesem Bereich ebenfalls um erhöhte Vorsicht bittet. Für eine Sperrung der Wege fehle die rechtliche Grundlage, erläutert Benedikt Traa vom Ortsbauamt. Für diesen Naturraum gelte: „Von einem Wald darf Gefahr ausgehen.“

Sobald Faulstellen in der Wurzel auftreten, ist der ganze Baum gefährlich.“

Jens-Olaf Weiher,, Leiter Forstaußenstelle Gmünd

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