Geld gespart, Freude gemacht

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Auch Carmen Seidl hat sich am Sonntag am Verschenktag in Waldstetten beteiligt. Schon gegen Mittag hatten die aussortierten Waren einen glücklichen neuen Besitzer gefunden. Foto: Tom
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Wie gut der Verschenktag in Waldstetten am Sonntag ankam und wie sich weder Schenker noch „Schatzsucher“ vom Schmuddelwetter beeindrucken ließen.

Waldstetten

Es war ein Erfolg!“, beschreibt der Vorsitzende Thomas Schneider kurz und bündig den ersten Termin der Aktion „Verschenktag“ des Vereins „Nachhaltige Zukunft Waldstetten“. Eine Aktion, bei der jeder das, was sich an Gutem im Haushalt angesammelt hat, aber nicht mehr gebraucht wird, zum Verschenken an die Straße stellen konnte.

Alles war bestens vorbereitet. Es gab Straßenpläne, der Stadtplan von Waldstetten und den Teilorten zeigte viele rote Markierungen, um Suchenden das Finden zu erleichtern. Es bewahrheitete sich einmal mehr: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Die Schatzsucher ließen sich vom morgendlichen schlechten Wetter nicht abhalten, denn um die Mittagszeit war kaum noch was zu finden.

Immerhin, 43 Mitmacher hatten sich gemeldet. „Doch in Gesprächen mit den Nachbarn wechselte schon vorher manches Stück den Besitzer“, wie Thomas Schneider erklärt. Vom Rasenmäher bis zu Möbeln, Bücher, Spielzeug, Sportgerät, Gartenstecker als Erdbeermädchen und Hasen, einen Hasen in Gold für die Vitrine, hilfreiche Haushaltsgeräte oder Kindersitze fürs Auto hatten die Mitmacher vor die Tür gestellt. Viele mit einem Schild für die Aktion. Vorm Regen gut geschützt durch Plastikplanen. Sogar einen Pavillon hatte eine Teilnehmerin aufgebaut.

Thomas Schneider überlegt: „Es war ein gewisser organisatorischer Aufwand, den Termin zu finden und ihn in Amtsblatt und Tageszeitungen bekannt zu machen.“ Aber es habe sich gelohnt. Man müsse alles ein bisschen mehr professionalisieren. Ein allgemeines Logo solle her, so wie man die Post schon von Weitem am DHL-Logo erkennen könne, sollten auch die Verschenkstellen markiert werden, schlägt er vor. Oder zentrale Sammelstellen in den Straßen angelegt sein.„Solch ein Tag muss eingeführt werden!“, deshalb sollte ein- bis zweimal jährlich aus Schneiders Sicht ein Verschenktag stattfinden. Damit Vieles, was funktionsfähig ist, nicht im Keller und auf dem Dachboden sein Dasein fristet, während andere es brauchen, aber neu einkaufen müssen. Mit dem Verschenktag könnten diese Dinge einfach den Besitzer wechseln. So werde Geld gespart und Abfall oder Sperrmüll reduziert.

Was noch besser organisiert werden müsste, ist, dass weder Gelber Sack noch Sperrmüll zum gleichen Termin stattfinden. „Ein Teppich, den ich zum Verschenken rausgelegt hatte, war ein Stück weiter als Sperrmüll rausgelegt.“ Schneider fand das schade. Doch da alles gut gekennzeichnet war für den Verschenktag, gab es keine Verwechslung.

Bei den Waldstettern kam die Aktion gut an. Als die Ankündigung raus war, hatten den Vorsitzenden des Vereins „Nachhaltige Zukunft Waldstetten“ spontane Zusagen fürs Mitmachen erreicht. Am Ende der Aktion musste wenig weggeräumt werden: Ein einsamer gut erhaltener Kindersitz fürs Auto, Rollerskates, verpackt in toller Hülle, ein Paar Ski lehnten nach 16 Uhr noch im Schutz einer Hausmauer. Vieles andere hatte neue Besitzer gefunden.

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