Ideen für ein klimaneutrales Waldstetten gesucht

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Sie engagieren sich für eine nachhaltige Zukunft, Bürgermeister Michael Rembold, Thomas Schneider, Rita Mager, Ulrich Lang und Hauptamtsleiterin Tamara Stöckle

Für die nachhaltige Gestaltung der Zukunft setzt die Gemeinde auf Anregungen der Bürger.

„Auch im Kleinen kann Großes bewegt werden.“

Michael Rembold,, Bürgermeister

Waldstetten. Wenn Waldstetten, das gesetzte Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden, erreichen möchte, kann die Gemeindeverwaltung mit dem Verein „Nachhaltige Zukunft Waldstetten“ (Nazuwa) auf einen starken Partner zurückgreifen. Bürgermeister Michael Rembold sieht in dem am Samstag, 15. Januar, stattfindenden Bürgerdialog eine große Chance die Zukunftsaufgaben der Gemeinde gemeinsam mit den Bürgern zu gestalten und „viele bürgerschaftlichen Interessen“ an einer nachhaltigen Zukunft aufzuarbeiten.

In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde bereits vieles in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz geleistet. Der Bürgermeister verweist hierbei auf Nahwärmezentren für gemeindeeigene Gebäude, Ladesäulen für elektrischbetriebene Fahrzeuge und die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Doch um weiter den richtigen Schritt in eine nachhaltige Zukunft zu gehen, sei es erforderlich, so Rembold, „weit über den Tellerrand zu blicken“.

Der geplante Bürgerdialog biete jetzt die Möglichkeit, die Bedürfnisse, Interessen und Ideen der Bürgerschaft abzufragen, freut sich Rembold. Um dem Ziel der Klimaneutralität näher zu kommen, müssten „alle an einem Strang ziehen“ und die „vorhandenen Kompetenzen“ gebündelt werden.

Miteinander ins Gepräch kommen

Der Vorsitzende des Vereins Nazuwa, Thomas Schneider, erläutert, dass der Planet Erde und die Weltgemeinschaft vor gewaltigen Herausforderungen stehen. Für die Nazuwa sei die Nachhaltigkeit der Weg, diesen Planeten den nachfolgenden Generationen gleich oder besser zu überlassen. Vereinsmitglied Rita Mager ist sich sicher, dass es wichtig sei, „in die Zukunft zu blicken“ und den Bürgern die Themen Energie, Ökologie, Mobilität bewusst zu machen. Bereits im Alltagsleben könne jeder mit einem nachhaltigen Konsumverhalten dazu beitragen. Die Nazuwa möchte einen „Prozess anstoßen“ um mit Bürgern und der Gemeindeverwaltung ins Gespräch kommen und dabei herausfinden, welche Ziele und Umsetzungen für Waldstetten realisierbar sind, meint Mager.

Für Ulrich Lang von der Nazuwa zählt der Grundgedanke „unsere Zukunft ist durch den hohen Verbrauch von Ressourcen in Gefahr geraten“. Um diesem Vorgang entgegenzusteuern müsse man die breite Bevölkerung zur Beteiligung gewinnen. Im Besonderen „die Jüngeren“, die, wie der Vorsitzende Thomas Schneider beobachtet hat, „sehr an Nachhaltigkeit interessiert sind“.

Beim Bürgerdialog sollen bei einem „Welt Café“ alle Beteiligten in eine Diskussion eintreten, erklärt Schneider die geplante Veranstaltung und hofft auf viele Anregungen und Ideen.

Bürgermeister Rembold hofft darauf, dass sich viele Ideengeber und Mitmacher für die Projekte begeistern lassen. Denn das so entstehende „gesellschaftliche Miteinander“ für eine gute Zukunft sei eine schöne Vorstellung. Er sei überzeugt: „Auch im Kleinen kann Großes bewegt werden.“

Der Bürgerdialog in der Stuifenhalle ist auf Samstag, 15. Januar, um 14 Uhr terminier. Sollte die dann gültige Corona-Verordnung keine Veranstaltung zulassen, wird der gemeinschaftliche Austausch auf ein späteres Datum verschoben. Aber „der Bürgerdialog findet auf jeden Fall statt“, bekräftigt Schneider. 80 Bürger aus Waldstetten und seinen Teilorten können an der Veranstaltung teilnehmen. aro

Anmeldungen für den Bürgerdialog werden über die Formulare der bereits verteilten Flyer im Rathaus oder beim Verein bei Thomas Schneider entgegengenommen. Es besteht auch die Möglichkeit, online auf www.nazuwa.de/Buergerdialog Anmeldungen mittels QR-Code vorzunehmen.

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