Kleine Lichtblicke in Corona-Zeiten

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Neben verschiedenen anderen Aktionen soll es in diesem Jahr auch die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung in Waldstetten geben. Archivbild: Tom

Mit mehreren Aktionen sagt die Gemeinde Waldstetten der Dunkelheit und der coronabedingten Isolation in der kommenden Zeit den Kampf an.

Waldstetten

Die Tage sind kurz und dunkel und durch viele coronabedingte Beschränkungen werden auch in Waldstetten und Wißgoldingen die Kontakte unter den Bürgen eingeschränkt. Mit einem ganzen Maßnahmenbündel will die Gemeindeverwaltung nun gemeinsam mit der Quartiersmanagerin Magdalena Rupp gegen Isolation und Dunkelheit vorgehen, um mit "kleinen Lichtblicken" in der "Corona-Zeit soziale Wärme zu verbreiten und um den Menschen das Leben zu erleichtern", sagt Schultes Michael Rembold.

Einkaufsdienst reaktiviert

Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr hatte es in der Gemeinde unterm Stuifen einen Einkaufsdienst gegeben, den Quartiersmanagerin Magdalen Rupp ins Leben gerufen hatte, um ältere und kranke Mitbürger aus Waldstetten und Wißgoldingen zu versorgen. Nun wird dieser Hilfsdienst wieder reaktiviert und bietet seine Hilfe bei Besorgungen des täglichen Bedarfs an. Rupp bittet jedoch um Verständnis, dass aufgrund der derzeitigen Situation keine Fahrdienste angeboten werden können.

"Festliche Schaufenster"

Wie überall entfallen auch in Waldstetten die vorweihnachtlichen Aktionen und Märkte, die in der Vergangenheit für soziale Kontakte und menschliche Begegnungen gesorgt haben. Mit den "festlichen Schaufenstern" möchte die Gemeinde daher Licht und Wärme sowie "ein festliches Bild in diese triste Zeit" bringen, so Rembold. Dafür werden ab dem ersten Advent die Schaufenster der Geschäfte an der Ortsdurchfahrt und auch das Rathaus festlich dekoriert und beleuchtet – Bürgermeister und Quartiersmanagerin würden sich über weitere Teilnehmer der Aktion freuen.

Auch bei dieser Aktion zeige sich, so Rembold, dass das gelebte Miteinander in der Gemeinde funktioniert. Es hätten sich sogar schon "Schmück-Kooperationen" gefunden, freut sich Magdalena Rupp. So haben sich zum Beispiel die Kindergärten dazu bereit erklärt, die Bankfilialen in Waldstetten zu dekorieren.

Teil drei des Waldstetter Corona-Masterplans ist der "Lebendige Adventskalender" für die Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenwohnheims St. Johannes der Stiftung Haus Lindenhof. Gerade diese Senioren seien von den Kontaktbeschränkungen am heftigsten betroffen, meint Bürgermeister Rembold. Mit einem kleinen Programm durch die Gemeinschaftsschule Unterm Hohenrechberg, der Franz-von Assisi-Schule und der Kindergärten möchte die Verwaltung den Bewohnern und Mitarbeitern daher eine Freude bereiten und Jung und Alt in der Adventszeit Gemeinschaft und Begegnung anbieten. An verschiedenen Tagen im Dezember werden zu bestimmten Zeiten die Fenster des Speisesaals von St. Johannes geöffnet. Die Musikschule wird dabei für musikalische Umrahmung sorgen.

Adventsmarkt geplant

Mit einem "Advents-Dorfmärktle" wird die vorweihnachtliche Stimmung auch nach Wißgoldingen getragen. Am Dienstag, 1. Dezember, soll das "Märktle" am Bezirksamt zu einem kleinen Adventsmarkt erweitert werden. Neben den bisherigen Marktständen sollen – so ist es bisher geplant – Adventsgestecke, selbstgemachte Marmeladen, Honig, Stricksachen und vieles mehr zum Verkauf angeboten werden. Zudem verkaufen die Waldstetter Pfadfinder Weihnachtsgebäck zur Finanzierung ihres neuen Vereinsheims. Für besinnliche Stimmung sorgt ein Drehorgelspieler.

Ansprechpartner für den Einkaufsdienst ist Quartiersmanagerin Magdalena Rupp, Telefon (07171) 40357, E-Mail: magdalena.rupp@haus-lindenhof.de.

Wollen den Bürgern in der Adventszeit etwas bieten (v.r.): Quartiersmanagerin Magdalena Rupp, Hauptamtsleiterin Tamara Luckas, Schultes Michael Rembold und Praktikantin Hanna Umann.

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