Kleine Querungshilfe bringt große Veränderungen

Die geplante Maßnahme am Wißgoldinger Ortseingang betrifft auch angrenzende Straßen.

Waldstetten. Energisch bringt der Waldstetter Gemeinderat den Bau einer Querungshilfe für Wißgoldingen voran. So fasste das Gremium, in der letzten Sitzung des Jahres Gemeinde- und Ortschaftsräte gemeinsam, nach der Vorstellung des Projekts bereits den Baubeschluss.

Bürgermeister Michael Rembold hatte zunächst die Vorgeschichte des Vorhabens erläutert. So waren eine Druckknopfampel und ein Zebrastreifen das erste Ziel, auf das eine eigens im Ortschaftsrat gegründete Arbeitsgruppe hingearbeitet hatte. Die Vertreter einer Verkehrsschau und das Land, das für die Straße zuständig ist, hatten diese Lösung aus fachlichen Gründen abgelehnt. Darum komme nun eine Querungshilfe, „die teuerste Lösung“, für die das Land eine Kostenbeteiligung zugesagt habe, fasste Rembold zusammen.

Dass ein erklecklicher Anteil an der Gemeinde hängenbleibt, „das ist es uns wert“, meinte der Bürgermeister. Mit 225 000 Euro Kosten rechnet die Verwaltung, die diese Ausgabe 2023 plant.

Als kleine Maßnahme mit Veränderungen in einem großen Bereich stellte Uwe Straub vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Donzorf die Pläne für die Querungshilfe nach dem Wißgoldinger Ortseingang aus Richtung Rechberg vor. Denn neben der vier Meter breiten und 2,5 Meter langen Querungshilfe sind weitere Maßnahmen vorgesehen. So sollen die Einmündungen der Dr.-Hofele-Straße sowie die der Straße zum Stuifen verengt werden, damit auf die Landesstraße einbiegende Fahrzeuge mit niederer Geschwindigkeit auf die direkt anschließende Querungshilfe zufahren. Ortsvorsteherin Monika Schneider befürwortete die Fahrbahnverengung einerseits, denn „der Verkehr zum Stuifen hoch ist relativ schnell“. Andererseits bräuchten Autofahrer dort bei Schnee und Eis einen gewissen Schwung, weiß sie aus eigener Erfahrung. Die Verengung an der dortigen Einmündung in die Landesstraße sei wichtig, weil direkt danach die Bushaltestelle sei, argumentierte Rembold.

Das Gremium war sich außerdem einig, die vorhandene Treppe vom Stuifen zu belassen. Die mündet zwar einige Meter neben der künftigen Querungshilfe auf den Gehweg an der Landesstraße. Bei einem direkten Anschluss könnten Fußgänger jedoch einfach „durchschießen“, nannte Lisa Heilig einen Sicherheitsvorteil.

Weil die Maßnahme „nicht die einfachste“ sei, riet Straub dazu, sie gegen Ende des kommenden Jahres auszuschreiben und auf einen guten Preis zu hoffen. an

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