Kräuterweihe in Waldstetten mit Abstand

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Zur Kräuterweihe vor dem Heimatmuseum Waldstetten konnte der Heimatverein zahlreiche Gäste begrüßen.

Der Heimatverein Waldstetten hält trotz Corona an der Tradition fest – mit einigen Änderungen.

Waldstetten. Die Kräuterweihe im Heimatmuseum Waldstetten anlässlich Mariä Himmelfahrt ist längst Tradition in der Gemeinde unterm Stuifen. Seit nunmehr 20 Jahren pflegt der Heimatverein diesen Brauch – sogar in diesem Jahr, wenn auch coronabedingt anders als in den Jahren zuvor. Denn statt eines traditionellen Museumshocks, der Jahr für Jahr gut besucht gewesen war, lud der Heimatverein nur zur Kräutersegnung unter den "Museumsbaum" vor dem Heimatmuseum ein – mit Abstand und unter Einhaltung der aktuell geltenden Auflagen.

Und obwohl der Museumshock ausfiel, konnte der Vorsitzende des Heimatvereins, Rainer Barth, zahlreiche Gäste zur Kräuterweihe vor dem Heimatmuseum begrüßen. Schon Tage zuvor hatten fleißige Vereinsmitglieder Getreide, Wetterkerzen, Johanniskraut, Dost, Schafgarbe, Karotten, Blumen und vieles gesammelt, die sodann in der "Museumsscheuer" zu gut duftenden Sträußen gebunden wurden.

Unter den Augen der Gäste nahm Pfarrer Dr. Horst Walter die Segnung der Kräuter vor. Die Weihbüschel sollen "Segen ins Haus bringen" und vor Blitzschlag, Seuchen und Krankheiten schützen.

Die Kräuterweihe gehört zu den volkstümlichen Bräuchen der katholischen Kirche. Dabei werden zum Hochfest Mariä Himmelfahrt Kräuter zu einem Strauß gebunden und vom Pfarrer gesegnet. Der Brauch geht auf die Überlieferung des Kirchenvaters Johannes von Damaskus zurück, der zufolge dem leeren Grab Mariens bei seiner Öffnung ein Wohlgeruch von Rosen und Kräutern entstiegen sein soll.

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