Landfrauen erkunden vier Tage die Oberlausitz

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Landfrauenausflug der Landfrauen Waldstetten in die Oberlausitz

Auf der Reise werden mehrere Städte, ein Kloster, ein ehemaliges Gefängnis und vieles mehr besichtigt.

Waldstetten. Ein besonderes Ziel hatten sich die Landfrauen Waldstetten für ihren viertägigen Ausflug ausgesucht – die Oberlausitz. Erster Halt war das geteilte Dorf Mödlareuth, auch ‚Little Berlin‘ genannt. Denn 1952 wurde mitten durch das Dorf ein übermannshoher Bretterzaun errichtet, der 1966 durch eine Betonsperrmauer abgelöst wurde. Anschließend ging es weiter zum eigentlichen Ziel der Reise – Bautzen. Dort angekommen stand zunächst eine Stadtführung durch dessen historische Altstadt auf dem Programm.

Der zweite Tag führte die Landfrauengruppe nach Görlitz, wo die Stadt zunächst mit dem Bus und anschließend zu Fuß erkundet wurde. Bei bestem Wetter ging die Fahrt weiter entlang der Grenze zu Polen nach Ostritz zum Kloster Marienthal. Auf dem Programm stand zunächst die Besichtigung der Klosteranlage und anschließend eine Führung durch die Klosterkirche. Der nächste Höhepunkt des Ausflugs war der Besuch bei den Herrnhuter Sternen.

Am dritten Tag ging es zur Besichtigung des Stasi-Gefängnisses Bautzen II, welches seit seiner Schließung 1992 Gedenkstätte ist. Dort wurden zu DDR-Zeiten hauptsächlich Kritiker des SED-Regimes, Spione aber auch Fluchthelfer inhaftiert.

Im sorbischen Restaurant „Wjelbik“ genossen die Teilnehmer der Reise abends ein original sorbisches, dreigängiges Hochzeitsmahl. Währenddessen erhielten die Landfrauen und ihre Begleiter Erklärungen zur sorbischen Sprache und zum sorbischen Brauchtum. Als Überraschung wurden zum Abschluss auch noch sorbische Volkslieder vorgesungen.

Die Heimfahrt führte die Landfrauengruppe über Pulsnitz, wo noch ein Stopp im Pfefferkuchenmuseum eingelegt wurde. Am Schluss der viertägigen Reise waren sich alle Teilnehmer einig – der Ausflug in die Oberlausitz hat sich gelohnt!

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