Nach Tötungsdelikt in Waldstetten: 45-Jähriger wegen Mordes angeklagt

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Die Prodi-Werkstatt im Oktober 2020. Archivbild: onw-images / Stringer

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat gegen einen 45 Jahre alten Mann Anklage zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Ellwangen wegen Mordes erhoben.

Ellwangen. Am 14. Oktober 2020 kam es zu einem tragischen Vorfall in der Prodi-Werkstatt der Stiftung Haus Lindenhof in Waldstetten. Ein Mann hat dort eine 61-jährige Frau mit Messerstichen so schwer verletzt, dass sie rund eine Stunde später in der Klinik an diesen Verletzungen starb. Wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen am Montagvormittag bekannt gibt, legt die Anklagebehörde dem Mann nun zur Last, die Betreuerin mit einem Messer getötet zu haben.

Nach den Ermittlungen war der Angeschuldigte seit Ende 2017 in der Werkstatt beschäftigt. Das Opfer soll den Angeschuldigten vor der Tat auf die Notwendigkeit der Einnahme seiner ärztlich verordneten Medikamente hingewiesen und ihm mitgeteilt haben, dass er nur dann seine Arbeit in der Einrichtung fortsetzen könne. Nach der Anklageschrift sei der Angeschuldigte damit nicht einverstanden gewesen sein, weshalb er sich wegen des möglichen Verlustes seiner Tätigkeit habe rächen wollen.

Nach der Anklageschrift geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeschuldigte das Opfer heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen tötete, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft Ellwangen.

Der Angeschuldigte hat in seiner Einlassung die Tat eingeräumt. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wurde ein psychiatrisches Gutachten eingeholt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeschuldigte unter einer psychischen Erkrankung leidet.

Hinweis: Bis zu einer etwaigen rechtskräftigen Verurteilung gilt der Angeschuldigte als unschuldig.

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