Neubau für Sprösslinge in Rekordzeit

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Der neue Kindergarten in Waldstetten
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Der neue Kindergarten in Waldstetten wird am 8. Oktober bei einem Tag der offenen Tür präsentiert. Warum dem Gemeindekämmerer ein Coup gelang.

Waldstetten

Lieferschwierigkeiten in der Baubranche, Pandemie und Fachkräftemangel zum Trotz ist es in Waldstetten gelungen, binnen knapp zehn Monaten einen neuen Kindergarten zu bauen und mit Personal zu versehen. „Wir hatten auch ein bisschen Glück mit dem Wetter“, räumt der stellvertretende Ortsbaumeister Benedikt Traa ein. Aber dennoch ist ein Meisterstück gelungen. Denn man liegt auch in den Kosten von knapp zwei Millionen Euro. Garant hierfür war laut Bürgermeister Michael Rembold auch der Fakt, dass Architekt Martin Oettle vom Büro Klaiber + Oettle Schulter an Schulter mit dem Ortsbauamt und den Handwerkern an Lösungsmöglichkeiten tüftelte, wenn sich im Detail ein Problem zeigte.  „Besser geht’s nicht“, räumt Rembold ein, dass auch er etwas „skeptisch“ gewesen sei, dass das enge Zeitkorsett vom Spatenstich bis zum Einzug eingehalten werden kann. Am 13. Dezember wurde zum Spaten gegriffen, jetzt ist am 8. Oktober Einweihung. Dann kann die Bürgerschaft ab 16.30 Uhr in Augenschein nehmen, was entstanden ist.

Beachtlich allemal ist die Tatsache, dass der Verein „Rentenretter“ als Träger der Einrichtung bei der Personalsuche insgesamt 48 Bewerbungen auf den Tisch bekam, wie der Vorsitzender René Hahn beschrieb. Denn eben die Personalsuche war eines der großen Fragezeichen,  wie die Geschäftsführerinnen Kristina Römer und Sabine Schumm freimütig darlegen. „Aber jetzt haben wir ein tolles Team“, blicken sie auf die neue Kindergartenleiterin Isabell Menschl. Diese erzählt vom ersten Elternabend, bei der sie mit ihrem fünfköpfigen Team eine tolle Stimmung erlebt habe.

Für den Zwei-Millionen-Euro-Bau konnte Kämmerer Gerhard Seiler nicht nur einen 900 000-Euro-Zuschuss aus dem Finanztopf des Landes, dem Ausgleichstock, für Waldstetten erzielen, sondern auch noch Zahlungen von 150 000 Euro, die von der KfW-Bank kommen, erwirken. Der eigentliche Kredit beläuft sich daher nur auf 655 000 Euro. „Unserem Kämmerer ist ein großer Coup gelungen“, freut sich Rembold.

Viel Vorarbeit wurde beim Bau bereits für einen Anbau weiterer zwei Gruppen geleistet, wie Benedikt Traa erklärt.  Etwa der Eingangsbereich wird sich, so wie er sich jetzt an der Rosensteinstraße präsentiert, auch bei einer Vergrößerung so darstellen. Und die Versorgungsleitung liegt drin, egal, für wie viele Gruppen. Auf dem Dach findet sich eine große Photovoltaikanlage und durch den Nahwärmeverbund mit den Schulgebäuden und dem benachbarten Hallenbad wurden Synergieeffekte genutzt.

Zwei Gruppen sind so entstanden. Eine für Kleinkindbetreuung und eine für die über Dreijährigen. Schritt für Schritt werden diese Gruppenplätze nun belegt. Insgesamt sechs Kleinkinder und 19 über Dreijährige sind aktuell angemeldet. Platz gibt’s für zehn Kleinkinder und 25 über Dreijährige. Mit Gebäude und Garten stehen insgesamt 2000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Der Grund war bereits vorher in Gemeindebesitz, wie der Bürgermeister informiert.

„Der neue Kindergarten hat bereits jetzt Strahlkraft entwickelt“, blickt Rembold nicht nur auf die Bewerbungsflut beim Personal. „Mit diesem Modell haben wir alle Trümpfe in der Hand“, verweist der Schultes auf die Erweiterungsmöglichkeit der Einrichtung, die problemlos während des Betriebs erfolgen kann.

Zwei Millionen Euro für Kinderbetreuung

Der neue Kindergarten in Waldstetten an der Rosensteinstraße bietet Platz für zwei Gruppen. Eine für Kleinkinder und eine für über Dreijährige. Die Leitung übernimmt Isabell Menschl für ein fünfköpfiges Erzieherinnenteam. Träger ist der Verein „Rentenretter“. Am 8. Oktober ist  ab 16.30 Uhr Tag der offenen Tür. Davor ist die Einweihung mit geladenen Gästen. Gebäude und Außenbereich bieten 2000 Quadratmeter Nutzfläche für den Nachwuchs. Spatenstich war am 13. Dezember 2021. Die Planung und Bauleitung lag bei Martin Oettle, im Zusammenspiel mit dem Ortsbauamt.⋌jan

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