Neues Wohnen und Abriss im Ortskern

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Ein Mehrgenerationenprojekt fürs Löwen-Areal in 
L-Form oder mit einem zentralen Gebäudescharnier, dafür ohne Gemeinschaftshof. Grafiken: Citiplan /Bearbeitung: SDZ
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In Wißgoldingen kann die Machbarkeitsstudie fürs Löwen-Areal weiterentwickelt werden. Und in Waldstetten wird der Zeitplan für den Rathaus-Abriss konkret.

Waldstetten

Die Machbarkeitsstudie für die Bebauung des Wißgoldinger Löwen-Areals soll weiterverfolgt werden, das hat der Waldstetter Gemeinderat mit einer Enthaltung am Donnerstagabend beschlossen. Bereits am Dienstag hatte der Ortschaftsrat eine einstimmige Empfehlung abgegeben. Was das konkret bedeutet, erläuterte Albrecht Reuß vom Planungsbüro Citiplan. Er stellte einmal mehr zwei Varianten für generationengemischtes Wohnen vor und betonte dabei, dass die Planung „nicht in Stein gemeißelt“ sei, sondern nach Interessenlage im Dorf angepasst werden könne.

Während die erste Variante zwei L-förmige Baukörper verbindet und einen Hof zur gemeinschaftlichen Nutzung umschließt, sind in Variante zwei die beiden Gebäudeteile zueinander versetzt mit einem zentralen „Scharnier“ verbunden, hier würde sich Gemeinschaftsleben eher innen abspielen, erklärte Reuß. Beide Varianten beinhalten eine Tiefgarage, die Wohnungen werden jeweils über Laubengänge erschlossen. Und die Stiftung Haus Lindenhof sei interessiert, ein Büro zur Unterstützung des Wohnkonzepts zu besetzen und zwei, drei Wohnungen generationenausgewogen zu vermieten.

Die Machbarkeitsstudie soll nun am 1. Juni in der Kaiserberghalle den Bürgern vorgestellt werden, sechs Wochen später soll es eine Exkursion zu Mehrgenerationenprojekten geben, sagte Reuß. Bei genügend Interesse kann ein Ausschreibungsverfahren folgen. „Das wäre Goldstandard“, meinte Reuß, wahrscheinlicher sei es, Interessenten für das Projekt zu sammeln und damit etwa auf ein Generalunternehmen zuzugehen. Außerdem wird im Herbst ein Nachbargebäude zum Löwen-Areal abgerissen, kündigte Bürgermeister Michael Rembold an. Die Gemeinde habe dort insgesamt 1700 Quadratmeter Grund erworben und sei mit 700 000 Euro in Vorleistung gegangen.

Abriss günstiger als erwartet

Ebenfalls im Herbst kann das alte Waldstetter Rathaus abgerissen werden. Der Gemeinderat stimmte der Vergabe der Arbeiten für 224 315 Euro zu.

Abgesehen davon, dass Bürgermeister Michael Rembold froh ist, dass sich bislang keine Kabelbrände oder Probleme mit der Heizung in dem leergeräumten Gebäude ergeben haben, freute er sich über das „exzellente Ausschreibungsergebnis“. Dass die Kosten unter den veranschlagten 300 000 bis 350 000 Euro liegen, erklärte Ortsbaumeisterin Maren Zengerle damit, dass die eigentlich erwartete Schadstoffbelastung sich in Grenzen halte. Im September werde das Gebäude zunächst innen entrümpelt, beim Waldstetter Herbst müsse noch eine Gebäudehülle stehen, um das Fest nicht zu beeinträchtigen. Außerdem bleibe eine Kellerwand zur Straße hin als Baugrubensicherung bestehen.

So viel Parkraum wie möglich

„Haben wir dann ein Loch?“, wollte Martin Mager (FWV) wissen. Zengerle geht davon aus, dass bis zum Baustart fürs neue Rathaus, voraussichtlich ein Jahr lang, nichts passiert. Die Baugrube zu füllen und dann wieder teuer auszuheben widerstrebe ihr. „Das Loch wird bleiben“, aber es solle so viel wie möglich Fläche wieder zum Parken zur Verfügung stehen. Franz Herkommers (CDU) Anregung, den Beton der Ruine wiederzuverwenden, will Zengerle aufnehmen.

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