Perfekte Percussion im Neresheimer Stadtgarten

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Percussion vom Feinsten boten zehn junge Männer von der Musikschule Waldstetten im Neresheimer Stadtgarten.
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Wie zehn junge Männer aus Waldstetten rund 120 Besuchern magische Momente schenkten.

Waldstetten. Das war vom Feinsten. Zu Gast im Stadtgarten waren zehn junge Männer zwischen 12 und 20 Jahren von der Musikschule Waldstetten. Alle, teils mehrfach, Preisträger bei „Jungend musiziert“. Ihr „Chef“ ist Manfred Fischer, seit 36 Jahren Macher an der Musikschule in Waldstetten.

Fischer, 56 Jahre alt, liebt Percussion, hat sie verinnerlicht und bringt sie vehement voran. Aus seinem Leben und Wirken für die feine, im wahrsten Sinn des Wortes „schlagfertige“ Kunst mit Marimbaphon, Vibraphon oder Xylophon oder den Rhythmen der Congas, Bongos, Rasseln, Drum-Set und vielem, vielem mehr ist auch die „PIO“ entstanden. Die Percussion-Initiative-Ostwürttemberg. Schon mal 70 Musiker und mehr sind dabei zusammen aufgetreten und haben große Shows geboten. „Wir haben so ziemlich alles bespielt, was Rang und Namen hat und repräsentieren die Ostalb in ganz Deutschland“, ist Fischer stolz und sieht die Erfolge „als beste Werbung für die Arbeit der Musikschulen“. Dann bringt er noch einen interessanten Vergleich: „Wenn wir uns dieses Jahr wieder für den Bundeswettbewerb qualifizieren, sind wir zum 14. Mal in Folge dabei. Das ist, als wenn der SV Neresheim 14 Jahre lang im DFB-Pokalfinale stehen würde.“

Was gab es zu hören an einem wunderschönen Sommerabend im Stadtgarten bei bester Bewirtung durch die Faschingsfreunde aus Kösingen? „Wir sind in der Lage, völlig unterschiedliche Dinge zu spielen“ erklärt Fischer dazu. So war unter anderem „Matona mia cara“ von Orlando di Lasso dabei. „Ein Superstar aus dem 16. Jahrhundert“, nannte ihn der Ansager. Oder die so bekannte „Badinerie“ von Johann Sebastian Bach. „Daran beißen sich die Flötisten die Zähne aus“, lacht Fischer dazu. Auch Carlos Santana erschien wieder auf der Bühne, Samba- und Bosanovarhythmen gab es oder den russischen Säbeltanz und vieles mehr. Ergänzt durch faszinierende „Trash-Percussion“ mit „superstabilen Versandkartons der Aalener Firma Nubert“. Die Kartons sind wichtig für die Jungs. Deshalb darf man das hier mal so exakt beim Namen nennen. Bei der letzten Nummer im Stadtgarten dienten dann Haushaltsleitern als Instrumente. Mit der Show-Nummer war sie auch schon im Landtag.

Da war doch noch was? Natürlich. „Die Erinnerungen an den Zirkus Renz“. Der wohl größte „Klassiker“ in Sachen Percussion durfte natürlich nicht fehlen und war dann, noch einen Tick schneller, auch die geforderte Zugabe. Dann waren viel Beifall und laute Bravoruf angesagt im Stadtgarten. Echt ganz große Klasse. Heribert Andres

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