Platz für eine Hundeschule in Waldstetten?

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Ein Dachshund bringt einen Ball.
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Zur Idee, Gruppenstunden auf einem Platz beim Schäferhundeverein anbieten, gibt's eine rege Diskussion im Bauausschuss.

Waldstetten

Ein geplanter Übungsplatz für eine Hundeschule im Waldstetter Gewann Geren – in Nachbarschaft zum Schäferhundeverein - hat ein gutes Dutzend Zuhörerinnen und Zuhörer in die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses gelockt. Die Idee hinter dem Bauantrag erläuterte Bürgermeister Michael Rembold: Stefanie Heinzelmann und Ulrike Stumpf, Betreiberinnen der Hundeschule „Gemeinsam mit Hund und Herz“ haben bei der Suche nach einer Übungsfläche in Waldstetten bereits mehrere Grundstücke angeboten bekommen, „wo es nicht passte“: nun stehe ein privates Angebot – das zu Anfragen aus der Nachbarschaft – dort befinden sich Wochenendgrundstücke – und aus der Jägerschaft geführt habe. Gespräche mit dem Schäferhundeverein habe es bereits gegeben. Normalerweise seien Flächen im Außenbereich der Land- und Forstwirtschaft vorbehalten. Darum sei unter anderem zu prüfen, ob öffentliche Belange beeinträchtigt sind, das mache derzeit das Landratsamt.

Ulrike Stumpf erläuterte das Konzept ihrer Hundeschule: Es gehe nicht um Sport oder Schutzdienst. „Wir wollen Hunde von klein auf alltagstauglich und umweltneutral erziehen.“ Dazu bieten sie Gruppen für Menschen und Tier vom Welpen bis zum Junghund an. Damit von außen keine Störungen kommen, etwa durch Spaziergänger oder andere Hunde, solle das Gelände mit einem Wildzaun eingefriedet werden. Außerdem brauche die Hundeschule eine kleine Hütte für Materialien. Nutzen wollen die beiden Frauen, die die Hundeschule im Nebenerwerb betreiben, zweimal die Woche „einzelne Stunden“, zur Zeit freitagabends und samstagmorgens.

Wie fahren Hundehalter?

Martin Mager (FWV) nannte es „eine wichtige Sache, dass die Hunde ausgebildet werden“, und fragte, ob die Hundeschule nicht den Platz des Schäferhundevereins mieten könne. Den dürfe der Ortsverein laut Satzung des Hauptvereins nicht untervermieten, sagte Manfred Abele als Vorsitzender des Ortsvereins. Auch Michael Weber befand die Hundeausbildung grundsätzlich als wichtig, jedoch sei die CDU-Fraktion „heute eher dagegen“. Die Mitglieder fragen sich, ob im Außenbereich direkt neben dem Schäferhundeverein noch etwas hinmuss, zumal der Wald direkt daneben sowieso schon überlastet sei durch dort ausgeübte Freizeitaktivitäten.

Eine Anliegerin beklagte, dass der Verkehr zunehme. Die Straße sei eng, „da kommen keine zwei Autos aneinander vorbei“. Die Gartenhausbesitzer seien das gewohnt, aber Fremde? Zum Ausweichen müssten Autos dann auf Privatgelände, monierte ein anderer. Ein weiterer sah Gefahr für die vielen Spaziergänger mit Kindern. Was einen der Gemeinderäte zu dem Einwurf veranlasste, dass die Gartenhaubesitzer dort ja auch fahren. Und Ulrike Stumpf zu der Frage: „Was glauben Sie denn, wie wir fahren?“ : Weil noch die Stellungnahmen der Fachbereiche fehlen, empfahl er letztendlich dem Ausschuss, den Bauantrag fürs Erste abzulehnen. Liegen diese Einschätzungen vor, könne erneut entschieden werden. Sollte das Landratsamt ablehnen, „dann gibt‘s schlicht und ergreifend keine Fläche in Waldstetten“.

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