Schulumbau kostet aktuell 8,2 statt 7,6 Millionen Euro

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Mehrkosten seit Mai von 5 auf 8,1 Prozent gestiegen - laut Controlling "im grünen Bereich".

Waldstetten. Rund 8,2 statt geplanter 7,6 Millionen Euro und damit 8,1 Prozent mehr kosten nach aktuellem Stand Sanierung und Erweiterung der Waldstetter Grund- und Gemeinschaftsschule. Die Details zu dieser Rechnung stellte Romina Fernandes von der Firma Rem Assets, die das Projekt steuert, am Donnerstag dem Waldstetter Gemeinderat vor. Damit seien die Kosten "immer noch im grünen Bereich unter der Zehn-Prozent-Marke".

Auch die Gemeinderäte waren mit dem Ergebnis im großen Ganzen zufrieden. "Mit acht Prozent stehen wir gut da", meinte Franz Herkommer (CDU). Die Gemeinde sei "für einen öffentlichen Bau gut gefahren", sagte Veronika Gromann (UB). Martin Mager (FWV) dachte an den anstehenden Rathausneubau: "Wir lernen aus dem Prozess." Cornelia Dangelmaier (CDU) gab zur Gesamtrechnung zu bedenken: "Wir schaffen hier mit den Geldern der Bürger, dann sind acht Prozent schon eine Nummer."

Seit Mai haben sich die über dem Budget liegenden Kosten noch einmal gesteigert. Seinerzeit war Fernandes von insgesamt 8 Millionen Euro, fünf Prozent über der Planung, ausgegangen. Nun seien nachträglich Kosten angefallen, unter anderem für unvorhersehbare Trockenbauarbeiten, aber auch für Bauherrenwünsche bei der Ausstattung wie Türen für die Küchenschränke, Waschmaschinen und Trockner.

Kritisch sahen die Gemeinderäte die Abweichungen bei einzelnen Gewerken. So liegt der Bereich Sanitär mit rund 314 000 Euro um rund 153 00 Euro über den geplanten Kosten von rund 160 000 Euro. Die Lüftung kostet mit rund 282 000 Euro fast 133 000 Euro mehr als geplant. "Fast 100 Prozent Steigerung", meinte Herkommer seien "schon heftig". Der Kostenansatz für den Bereich Sanitär sei tatsächlich "zu tief gewählt", gab Bernd Mayer vom dafür zuständigen Büro Fritz Planung zu. Außerdem seien etliche Wünsche dazugekommen, bei der Lüftung etwa eine aufwendige Kanalführung durch die Küche. Die teils immensen Kostensteigerungen seien "klipp und klar die falsche Planung", kritisierte Alexander Abele (FWV) das Büro. Christian Bundschuh (FWV) hätte sich gewünscht, die aktuellen Zahlen mit Vorlauf studieren zu können und während des Bauprozesses den Stand mehr als vier mal vorgelegt zu bekommen.

Von den aktuellen Zahlen abgesehen, seien die gesetzten "Meilensteine" erreicht, sagte Fernades. Zwei stehen noch aus: die Inbetriebnahme der Mensa Anfang Dezember und die Fertigstellung des Umbaus Ende des Jahres. Beides sollte nach derzeitiger Einschätzung gelingen, meinte Fernandes. Auch wenn einige Handwerker derzeit Probleme bereiteten, weil sie sich nicht an Abmachungen hielten oder nicht erschienen.

Vom aktuellen Stand der Arbeiten hatte sich der Gemeinderat, der am Donnerstag, in der Schule tagte, zuvor ein Bild gemacht. Der Rundgang führte unter anderem durch die Lehrküche, die nach den Herbstferien in Betrieb gehen soll, und den Raum für Bio, Chemie und Physik. Mit 125 000 Euro allein für die Ausstattung "der teuerste Raum", sagte Architekt Dieter Engelhardt. Dabei enthalte er nach aktuellen Gesichtspunkten "nur das Nötigste".

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