Stützmauer muss gestützt werden

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Beim Baustellen-Termin (von links): Gewählter Vorsitzender der Kirchengemeinde Hermann Hieber, Pfarrer Horst Walter, Architekt Jürgen Rapp, Ortsbauamtsleiterin Maren Zengerle und Michaela Krizanovic vor der Stützmauer in Waldstetten.
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Die Mauer und die Treppe unterhalb der St.-Laurentius-Kirche in Waldstetten werden saniert. Der Weg bleibt voraussichtlich bis Ende Oktober gesperrt.

Waldstetten

Die Treppe zur katholischen St.–Laurentius- Kirche ist gesperrt. Große Maschinen stehen stattdessen auf dem Weg. Der Grund dafür ist nicht die Sanierung der Treppen zur Kirche, sondern die Sanierung der Stützmauer. Nachdem 2009 deren oberer Teil saniert wurde. Die Treppen werden nach der Mauer vollständig saniert. Bis dahin bleibt der Weg vorerst gesperrt. Zeitfenster: Ende Oktober.

Es ist unklar, wie alt die Mauer bereits ist, "man kann es historisch gar nicht mehr zurück verfolgen", sagt Pfarrer Horst Walter. Aus diesem Grund kam es in den vergangenen Jahren öfters zu Begehungen durch die Mitglieder des Bauausschusses, da es bei der Stützmauer erste Anzeichen einer Wölbung gab. Heißt: Die Mauer fällt langsam in sich zusammen. "Damit die Wölbung nicht zunimmt und Größeres verhindert wird, haben wir bereits im vergangenen Oktober die Mauer provisorisch gestützt", sagt Architekt Jürgen Rapp. Zu dem Zeitpunkt lag die Wölbung zwischen 30 und 40 Zentimetern. Seitdem sind an der Mauer Holzbalken mit Beton befestigt.

Doch nun ist es an der Zeit, die Mauer von Grund auf zu erneuern. Die Kosten betragen 199 000 Euro, inklusive der Treppen. "Großzügigerweise übernimmt die bürgerliche Gemeinde die Hälfte der Kosten", sagt Walter.

"Die Arbeiten an der Mauer gehen abschnittsweise voran", beschreibt die Leiterin des Ortsbauamts Waldstetten, Maren Zengerle. Das sei wichtig, da sonst die Fläche oberhalb der Mauer abrutschen könne, sagt sie. Dafür werde auch die Fläche oberhalb der Mauer, so weit wie möglich, nach hinten in Richtung Pfarrhaus getragen. Nun wird segmentweise von oben die Mauer abgebrochen, eine Stahlbeton–Stützwand eingesetzt und mit Natursteinen außen an der Mauer verblendet. "Die Steine bleiben dabei zum größten Teil die Gleichen, die bereits an der Mauer sind", sagt Rapp. Darin waren sich alle, inklusive des Denkmalamts, einig. Schließlich stehe das komplette Gelände unter Denkmalschutz. "Außerdem bleibt so auch die historische Substanz erhalten", sagt der Pfarrer.

Die Arbeiten gehen abschnittsweise voran.

Maren Zengerle, Leiterin des Ortsbauamts

Die Mauer hat Vorrang

Der Weg wird in Waldstetten von vielen Bürgern genutzt, sei es für die Musikschule, für das Wohngebiet oder auch für den Gottesdienst in der Kirche. Aus diesem Grund wurde beschlossen, dass die Treppe saniert werden müsse, sagt der Architekt. "Da die Mauer Vorrang hat, wird die Treppe erst anschließend gerichtet", sagt Rapp.

Ende Oktober soll der Weg wieder begehbar sein. "Für die Mauer brauchen wir etwa sechs Wochen", schätzt Rapp. Für die Treppen dann noch mal vier bis sechs Wochen. "Je nachdem, wie das Wetter eben mitmacht."

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