Suche nach dem Messer läuft

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Nach dem Tötungsdelikt in Waldstetten ist die Tatwaffe nach wie vor verschwunden. Polizei setzt Drohne ein.

Waldstetten. Noch immer ist das Messer verschwunden, mit dem eine Mitarbeiterin der Prodi-Werkstatt der Stiftung Haus Lindenhof in Waldstetten am Mittwoch, 14. Oktober, so schwer verletzt worden ist, dass sie später im Krankenhaus starb. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hatte ein 44-Jähriger, der in der Werkstatt arbeitete, die 61-Jährige am vergangenen Mittwochmorgen in ihrem Büro aufgesucht, unvermittelt ein Messer hervorgezogen und auf die Frau eingestochen. Der Mann flüchtete daraufhin nach Polizeiangaben vermutlich über die Beethovenstraße, den Max-Reger-Weg, die Josef-Haydn-Straße, den Forstweg, den Schwarzhornweg, die Hohenstaufenstraße und den Barbarossaweg bis zum Sportplatz in der Brunnengasse. Dort nahm die Polizei den 44-Jährigen etwa eine Viertelstunde später fest, ohne dass er dabei Widerstand leistete. Er wurde einem Haftrichter vorgeführt und macht Gebrauch von seinem Aussageverweigerungsrecht, wie Polizeisprecher Holger Bienert mitteilt.

Psychiatrisches Gutachten

Der Tatverdächtige sei in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht, sagt Staatsanwalt Dr. Klaus Schwichtenberg von der Staatsanwaltschaft Ellwangen auf Nachfrage. Ein psychiatrisches Gutachten werde angeordnet. Dabei gehe es um die Frage der Schuldfähigkeit.

Trotz der eingehenden Suche unter anderem mit einer Drohne, der Befragung von Nachbarn und eines Zeugenaufrufs hat die Polizei die Tatwaffe noch nicht gefunden, berichtet Holger Bienert. Die Suche laufe in den kommenden Tagen weiter.

Das Messer wird als dolchähnlich und mit einer beidseitig geschliffenen zehn bis 15 Zentimeter langen Klinge beschrieben. Wer im Umkreis der Straßenzüge zwischen Prodi-Werkstatt und Sportplatz ein solches Messer findet, soll sich brim Polizeirevier in Schwäbisch Gmünd melden, Telefonnummer (07171) 3580.

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