Talente aus der Region geben ein Konzert

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Im Bürgersaal der Musikschule Waldstetten spielten „Jugend musiziert“-Preisträger, die im Juni im Bundeswettbewerb antreten werden.
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Im Bürgersaal der Waldstetter Musikschule spielen Preisträger aus der Region, die beim Regionalwettbewerb mit ihrem Können überzeugen konnten.

Waldstetten

Es wurde viel gelobt. Von Musikschulleiter Manfred Fischer, von Bürgermeister Michael Rembold und von Peter Lang, Bürgermeister in Heuchlingen und Verbandsvorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein. Sie alle lobten die Preisträgerinnen und Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ für ihre Leistung, von denen einige nun im Juni zum Bundeswettbewerb in Oldenburg führt.

„Ihr seid Leuchttürme!“, so endete Manfred Fischer nach dem Konzert mit einem spannenden Programm unterschiedlicher Instrumente. Töpfe, Schüssel, Schneebesen und Löffel bearbeiteten die flinken Hände von Benjamin Trenkler rhythmisch und tonreich in „12 Uhr mittags“. Michael Rembold kommentierte das schmunzelnd: „So beginnt man in Schwäbischen beim Sparen!“.

Angetreten zum Konzert in Waldstetten waren die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten des „Jugend musiziert“-Wettbewerbs. Fischer erläuterte, dass ein fairer Wettbewerb seine Tücken habe. „Auch wenn ihr nicht das gesteckte Ziel erreicht habt, für uns seid ihr alle Sieger und Gewinner“, so der Musikschulleiter und stellvertretender Vorsitzender beim Regionalvorstand „Jugend musiziert“, der beim Bundeswettbewerb auch in der Jury sitzt.

Mit einem Marsch geht's los

Mit einem „Marsch für zwei Pauken“ bewies Niklas Willibold wie er seinen zweiten Preis erreichte. Wunderbarer Kontrast nach diesen Schlagwerken der Auftritt von Jara Veit (Kontrabass) und Maike Pauline Wiemer (Klavier) mit dem ersten Satz Allegro moderato des „Konzert für Kontrabass und Orchester“ von Giuseppe Antonio Capuzzi. Auf die hellen Töne des Klaviers setzte der Bass mit sanften dunklen Klängen ein. Es entwickelte sich eine Art Frage-Antwort-Spiel zwischen beiden Instrumenten in kurzen Wechseln, dann länger werdend, bis der Bass eine kapriziöse charmante Linie unterlegte. Man verstand, warum hier ein erster Preis vergeben wurde.

Benedikt Birk entfachte Trommelwirbel in unterschiedlicher Tonlage und endete mit einem mächtigen Schluss. Ein weiteres Instrument der Gruppe Schlagzeuge bearbeitete Julian Betz. Mit „Spanish Dance“ von Kai Steengard erspielte er mit seinen vier Mullets auf dem Marimbaphon souverän schwungvolle Harmonien und im Wettbewerb einen zweiten Preis.

In der Gruppe Duo Klavier/Blech erzielten Elias und Felix Möll mit 25 Punkten den ersten Preis und die Weiterleitung. Souverän Felix Möll am Klavier, mit langem Atem intonierte Elias Möll auf der Posaune Jakob Brenners „Transition“.

Danach Pauline Hegele am Klavier und Amelie Hann mit der Viola. Nachvollziehbar, dass die Jury für ihre feine konzertante Interpretation von Franz Schuberts „Arpeggione-Sonate, Allegro Moderato“ den ersten Preis mit Weiterleitung vergab.

Nach den Ehrungen zeigte Philipp Kühn souverän, wie man sich mit „Dance of a shatteredMirror“ von Eckhard Kopetzki auf dem Marimbaphone den ersten Preis mit Weiterleitung erspielt.

Ein wunderbares Konzert, das eindrucksvoll bewies, welche Talente aus der Region zum Bundeswettbewerb antreten. „Sie werden in Oldenburg für Ostwürttemberg die Ergebnisse holen, die wir erwarten“, so Manfred Fischer. Dank sagte er allen Schülerinnen und Schülern für ihre Durchhaltekraft, ihre Konzentration und Fokussiertheit. Dank an die Eltern sei nicht zu vergessen. Vor allem aber auch Dank an die engagierten Lehrkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen solche Ergebnisse erarbeiten. Das seien jene, die an den Musikschulen arbeiten. Nicht zu vergessen aber auch Lehrer wie Thomas von Abel, der sich den Wettbewerben verschrieben habe, so wie andere private Lehrer. Aber auch an den Gymnasien seien Musiklehrerinnen wie Dorothee Proske vom Gmünder Parler Gymnasium sehr engagiert. Das erlaube, davon zu träumen, wie aus diesen Potenzialen ein Musikcampus zusammenwachsen könne. Für Manfred Fischer ein sehr erstrebenswertes Ziel.

Zum 59. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Oldenburg, 2. bis 9. Juni, treten an: Jara Veit (Kontrabass), Amelie Hann (Viola) und Pauline Hegele (Klavier), Elia Möll (Posaune) und Felix Möll (Klavier), Philipp Kühn (Schlagzeug) und Jolanda Holy (Viola).

Auch wenn ihr nicht das gesteckte Ziel erreicht habt, für uns seid ihr alle Sieger.“

Manfred Fischer,, Musikschulleiter

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