TVW führt das „Radel-Ranking“ an

  • Weitere
    schließen
+
Sind beim Stadtradeln mit dabei (v.l.) Gerd Schmid, Elisabeth Schmid, Markus Bader, Michael Göser und Matthias Eisele vom TV Wißgoldingen.
  • schließen

Über 2000 Kilometer sind die Mitglieder des TV Wißgoldingen bereits gefahren. Damit stehen sie aktuell auf Platz eins bei den teilnehmenden Teams aus Waldstetten.

Waldstetten

Da ist noch Luft nach oben“, sagt Thomas Schneider mit Blick auf den Zwischenstand beim „Stadtradeln“. Er ist der Waldstetter Botschafter des Stadtradelns und Vorsitzender des Vereins „Nachhaltige Zukunft Waldstetten“. Zur Halbzeit der „Stadtradeln“-Aktion haben die Waldstetter Radler unterm Strich 12 934 Kilometer eingefahren. Dass da noch etwas gehe, so Schneider, zeige ein Blick aufs vergangene Jahr: Damals seien unterm Stuifen insgesamt 26 498 Kilometer auf dem Sattel zurückgelegt worden.

An der Spitze des aktuellen „Radel-Rankings“ unterm Stuifen waren am vergangenen Mittwoch die Radler des TV Wißgoldingen mit insgesamt 2723 Kilometern, bei zwölf Mitfahrern macht das 227 Kilometer pro Kopf. „Der TV ist sportlich zwar breit aufgestellt – aber mit Fahrradfahren haben wir es eigentlich weniger zu tun“, sagt der Vereinsvorsitzende Markus Bader. Der Reiz der Aktion liege für ihn darin, dass mehr Menschen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel nutzen. So sammelt Bader zum Beispiel seine Stadtradelkilometer auf seinem täglichen Weg zurück von der Arbeit. Die Strecke Stuttgart–Lorch“ legt er beinahe täglich mit dem Rad zurück. Das Fahrradfahren sei „ein toller Ausgleich zum täglichen Bürojob“, argumentiert Bader.

Ein Ass haben die Wißgoldinger zusätzlich im Ärmel: Zwei Vereinsmitglieder des TVW weilen derzeit in Südtirol, radeln dort durch die Landschaft und „erstrampeln“ so jede Menge Kilometer. Allerdings, so Bader, habe bei den beiden die Registrierung noch nicht funktioniert. 300 zusätzliche Kilometer für den TVW werden die beiden nach Schätzungen Baders aus ihrem Urlaub mitbringen.

Wie Thomas Schneider sieht auch Thomas Bader im Stadtradeln ein gutes Mittel, „die Gewohnheiten auszuhebeln“. Kurze Strecken seien durchaus mit dem Fahrrad zu bewältigen. „Der Griff zum Autoschlüssel muss nicht immer sein.“

TSGV noch ohne Kilometer?

Die Wißgoldinger wollen nun am Ball bleiben, um ihren Spitzenplatz zu verteidigen. Die „PTS-Allstars“, Mitarbeiter von PTS-Prüftechnik, hängen den Wißgoldinger Sportlern mit 2068 gefahrenen Kilometern dicht im Nacken. Auf Rang drei steht das „Offene Team Waldstetten“ mit aktuell 1685 Kilometern.

Überraschenderweise war bis zur „Stadtradeln“-Halbzeit von „den Waldstetter Radlern schlechthin“, der Radsportabteilung des TSGV Waldstetten, noch kein einziger Kilometer erfasst. „Das ist der Technik geschuldet“ erklärt Karin Wohlfarth vom TSGV. Für viele der älteren Teilnehmer sei die Kilometererfassung am Computer oder per Smartphone zu umständlich, daher erhalte sie die Daten meistens telefonisch. Wohlfarth wird diese noch vor Ablauf der Aktion ins Netz einpflegen: „Wir ziehen am Schluss Bilanz.“

Die Bilanz des TSGV dürfte sich dann auch sehen lassen. Denn der älteste Teilnehmer, der ehemalige Abteilungsleiter der Radsportabteilung, Paul Lerchenmüller, konnte mit 87 Jahren in der ersten Woche bereits 113 Kilometer verbuchen.

Der jüngste Teilnehmer unterm Stuifen ist Lukas Wohlfarth. Er ist gerade einmal fünf Jahre alt. Doch das Alter spielt beim Stadtradeln keine Rolle: „Am Ende zählt jeder gefahrene Kilometer als Gewinn für die Umwelt und die eigene Gesundheit“, meint Schneider.

Zurück zur Übersicht: Waldstetten

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL