Verrückt gute Kinderbetreuung

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Die Grundschulferienbetreuung der Gemeinschaftsschule blickt in diesem Jahr auf ihre elfte Saison zurück, zum dritten Mal profitierte die Gemeinde Waldstetten von der Stiftung Kinderland.
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Mit 60 Teilnehmern in der Grundschulferienfreizeit knackt Waldstetten seinen eigenen Rekord. Was den Kindern geboten wurde und wie das Team auf die vergangenen Wochen blickt.

Waldstetten

So klingt kindliche Begeisterung: Lauter Jubel aus Dutzenden Kinderkehlen empfing den Waldstetter Bürgermeister Michael Rembold, der am letzten Tag der Grundschulferienbetreuung an der Waldstetter Gemeinschaftsschule unterm hohen Rechberg, seinen traditionellen Abschlussbesuch machte.

Was den Kindern in der Ferienwoche am besten gefallen hat? „Fußballspielen“ tönt es aus der Jungen-Fraktion, „das Basteln“, sind sich die vielen Mädchen einig. Unisono bestätigen die vielen Kindern dem Bürgermeister: „Es war eine tolle Zeit.“

Die Resultate der Schaffenskraft der Kinder lagern aufgereiht auf einem Tisch zum Bestaunen bereit. Die angehenden ABC-Schützen und die Grundschulkinder haben sich in den vergangenen Tagen ordentlich ins Zeug gelegt und zauberhafte Kleinigkeiten, die sie für den Schulbesuch gebrauchen können, gebastelt. Voller Stolz präsentieren sie dem Bürgermeister die bunten Stifteköcher, bedruckten Turnbeutel, Schlüsselanhänger und Lesezeichen.

Steigender Bedarf

Die Grundschulferienbetreuung der Gemeinschaftsschule blickt in diesem Jahr auf ihre elfte Saison zurück, zum dritten Mal konnte die Gemeinde von der Stiftung Kinderland profitieren, die die Ferienfreizeit gefördert hat. „Ferien ade – Schule ist schee“ lautet das Motto der Freizeit. Claudia Kuhn vom Waldstetter Amt für Familie und Bildung zeigt sich von der Möglichkeit, dass die zukünftigen Schulanfängern in spielerischer Art und Weise die Schule kennenlernen können, begeistert. Jedes Jahr würden sich die Anmeldezahlen verdoppeln, erzählt Kuhn. Bei der diesjährigen Anmeldezahl von 60 Kindern, die in den ersten zwei Ferienwochen und in der letzten Woche von Simone Werz und Steffi Aslan-Stütz betreut wurden, stellte sich die Gemeindeverwaltung schon die Frage: „Sind wir verrückt oder mutig?“. Am Schluss kam man zu der Einsicht, „wir können einfach nicht Nein sagen“, meint Kuhn lachend.

Jetzt am Ende der Freizeit könnten alle Beteiligten von einem vollen Erfolg sprechen. Rembold zeigt sich begeistert, was das Betreuerteam um Werz und Aslan-Stütz auf die Beine gestellt hat, die Begeisterung der Kinder bestätige dies. Die mehr als 130 Ferienbetreuungsanmeldungen in der Gesamtgemeinde zeigen, dass „Familie, Bildung und Betreuung“ in Waldstetten einen immer höheren Stellenwert einnimmt“. Der steigende Bedarf könne aber nur mit Mitarbeitern mit einem großen Herz für Kinder gestemmt werden. Mit Claudia Kuhn, Simone Werz und Steffi Aslan-Stütz sowie den Mitarbeitern habe Waldstetten „einen Volltreffer“ gelandet. Für die Eltern bedeute die Freizeit eine große Entlastung. Den Kindern werde neben Sport, Spaß und Spiel ein positives Sozialverhalten vermittelt. Für die Kinder sei die Ferienbetreuung nach den Coronabeschränkungen extrem wichtig, meint Rembold. Aus dem „zarten Pflänzchen vor elf Jahren“ sei nun ein „großer Baum mit starken Ästen erwachsen“.

Als Simone Werz vor acht Jahren zum ersten Mal mit der Grundschulferienbetreuung in Kontakt kam, hätte sie sich nicht träumen lassen „was sich daraus entwickelt“. Für das Betreuerteam bedeuten die wachsenden Kinderzahlen eine „großartige Wertschätzung“. Das von der Stiftung vorgegebene Motto „Sprache als Schlüssel zur Welt“ wurde von dem Betreuerteam den Vorschulkindern auf spielerische Weise mit auf den Weg gegeben, erzählt Werz. Die Ferienfreizeit biete den Kleinsten auch die Möglichkeit, „Berührungsängste vor dem großen Schulgebäude abzubauen“ und erleichtere ein „sanftes Ankommen im Schulalltag“.

Sind wir verrückt oder mutig?“

Claudia Kuhn,, Rathausmitarbeiterin

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