Vor Ort etwas fürs Klima tun

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Zum Auftakt der „Stadtradeln“-Aktion im vergangenen Jahr waren einige Mitglieder des Vereins „Nachhaltige Zukunft Waldstetten“ als „Critical Mass“ mit dem Fahrrad auf der Gmünder Straße in Waldstetten unterwegs.
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Der Verein „Nachhaltige Zukunft Waldstetten“ will die Gesellschaft zum Umdenken motivieren. Doch die Corona-Pandemie hemmt die Aktivitäten zu einem komplexen Thema.

Waldstetten

Die Bilder in den Nachrichten sprechen eine deutliche Sprache. Da mutet eine Landschaft in Brandenburg an, als befände man sich in einer afrikanischen Steppe. Inklusive Sandsturm auf deutschen Autobahnen. Und, dass die Pole schmelzen durch die Klimaerwärmung, das ist nun wahrlich auch nichts Neues. Inseln im Pazifik schicken sich wegen des steigenden Wasserspiegels an, vom Meer geschluckt zu werden. „Und das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichts unterstreicht unsere Aktivität“, betont Thomas Schneider. Man muss lokal agieren um den Klimawandel, die Erderwärmung, zu stoppen. Diese Tatsache bewog ihn vor drei Jahren, den Verein „Nachhaltige Zukunft Waldstetten“ zu gründen, dessen Vorsitzender er nun ist. Doch den aktuell 20 Mitgliedern steht ein langer Überzeugungsweg bevor, handelt es sich bei der Nachhaltigkeit doch um ein äußerst komplexes Thema mit vielen Facetten.

Die Klimanacht, die der Verein im Oktober 2020 in der Waldstetter Stuifenhalle ausgerichtet hat, bot umfassende Information zur Nachhaltigkeit und zum Klimawandel dank hochgradiger Referenten. Die zweite Klimanacht musste aufgrund der Corona-Pandemie entfallen. Dennoch lassen sich die Mitglieder des Vereins nicht entmutigen. „Da müssen viele Sachen passieren“, macht Thomas Schneider deutlich, dass ein Umdenken stattfinden muss.

Der Verein will für das Thema Ökologie und Umweltschutz sensibilisieren. Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern durch Aufklärung und Information. Etwa darüber, dass man durch sein eigenes Konsumverhalten vor Ort etwas fürs Klima tun kann. „Aber so lange nicht alle an einem Strang ziehen, kann sich nichts nachhaltig ändern“, sagt Thomas Schneider.

In Planung ist ein Bürger-Workshop, eine „Bürgerwerkstatt“, in der Ideen für den lokalen Umweltschutz erörtert werden sollen. „Und wir wollen mit Schulen kooperieren“, macht Schneider deutlich, dass die junge Generation ins Boot geholt werden soll. Denn, wenn es im Sommer erst einmal kontinuierlich 45 Grad im Schatten habe, komme vonseiten der jungen Menschen mit Sicherheit die Frage auf: „Warum habt ihr nichts getan, wo ihr es doch gewusst habt?“

Kleine Schritte zum Erfolg

Auch kleine Schritte führen zum Erfolg. Dies zeigt sich etwa bei der Aktion, die vergangenes Jahr trotz Corona durchgeführt, und auch heuer wieder umgesetzt wird: Der Verein verteilt Blumensamen. Als Oase für Insekten. Kinder können durch das Einsäen beschäftigt werden und lernen viel über Insekten und deren Lebensräume, erklärt Schneider. Und schon die Kleinen können so aktiv gegen Insektenschwund und Veränderungen des Klimas vorgehen. 500 Tütchen hatten Grundschüler dafür in der Ganztagsbetreuung auf dem Waldstetter Schlatthof unter der Anleitung von Lehrerin Miriam Weber gestaltet, befüllt und an andere Grundschüler verteilt.

Nachhaltigkeit ist in vielen Bereichen oberstes Gebot, um die Erderwärmung und den Kohlendioxid-Ausstoß zu minimieren. Angefangen beim Kauf von regionalen Waren, die keine langen Transportwege hinter sich haben, über die eigene Mobilität mit einem Car-Sharing-Modell statt des Geländewagens in der eigenen Garage bis hin zu nachhaltigen Baustoffen fürs Eigenheim und der Nutzung von alternativen Energien.

Der Verein „Nachaltige Zukunft Waldstetten“ ist immer auf der Suche nach Mitstreitern mit langem Atem. Informationen zum Verein und unter anderem eine Beitrittserklärung gibt's unter www.nazuwa.de

So lange nicht alle an einem Strang ziehen, kann sich nichts nachhaltig ändern.“

Thomas Schneider,, Nachhaltige Zukunft Waldstetten

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