Waldstettens Vereine und die Gemeinde helfen Flüchtlingen

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Waldstettens Vereine und die Gemeinde Waldstetten arbeiten Hand in Hand: (v.r.) Michael Wiget, Simon Herkle, Michael Rembold, Stefanie Haas, Martin Ehmann und Tamara Stöckle kümmern sich in der Gemeinde unterm Stuifen um Flüchtlinge aus der Ukraine.
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Waldstettens und Wißgoldingens Musikvereine, der DRK-Ortsverband und die Stuifen-Apotheke spenden insgesamt 5150 Euro.

Waldstetten

Menschen zu helfen, die des Kriegs wegen aus der Ukraine flüchten mussten, ist für Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold eine „Selbstverständlichkeit“. Der Waldstetter Schultes tut dies gemeinsam mit Waldstettens Vereinen. Am Donnerstag überreichten die Vorsitzenden der Musikvereine Waldstetten und Harmonie Wißgoldingen, Simon Herkle und Michael Wiget, Rembold 3150 Euro aus zwei Benefizkonzerten. 2000 Euro übergaben Stefanie Haas von der Stuifen-Apotheke und Waldstettens DRK-Chef Martin Ehmann an die Gemeinde. Damit habe der Spendenstand in Waldstetten etwa 7000 Euro erreicht, freute sich der Bürgermeister. „Jeder Cent und jeder Euro sind für die Ukraine“, sagte Rembold. In anderen Worten: Von den Spenden profitieren die etwa 50 ukrainischen Flüchtlinge, die in Waldstetten bislang unterkamen. Überwiegend Mütter mit Kindern, aber auch Senioren. Aktuell seien es 36 Menschen, denen Waldstetten Heimat biete. Für diese hätten Waldstetter Bürger bislang 14 Wohnungen angeboten. Die Gemeinde habe inzwischen zehn Mietverträge abgeschlossen. Rembold betonte, dass die Wohnungsbesitzer ihre Wohnungen nicht unentgeltlich zur Verfügung stellen müssten. Denn die Flüchtlinge bekommen, sind sie einmal registriert, Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, erläuterte Hauptamtsleiterin Tamara Stöckle. Die Gemeinde, sagte der Bürgermeister, brauche weitere Wohnungen. Denn Rembold geht davon aus, dass weitere Flüchtlinge nach Waldstetten kommen. Deren Aufnahme sei in eine Phase der Integration gekommen. Dies bedeutet: Kinder sollen Schulen und Kitas besuchen. Auch würde sich der Bürgermeister über weitere Freiwillige freuen, die den Flüchtlingen Alltagsbegleiter sein können, zum Beispiel bei der Eröffnung eines Bankkontos, beim Gespräch mit einer Krankenkasse oder beim Start eines Sprachkurses an der Volkshochschule.

Solche Sprachkurse sollen mit den Spenden finanziert werden. Mit dem Geld könnten aber auch Einrichtungsgegenstände bezahlt werden, die Flüchtlinge brauchen. Oder Notwendiges für Tiere, die Flüchtlinge mitgebracht haben. Etwa 400 Besucher hätten die beiden Benefizkonzerte in Waldstetten und Wißgoldingen gehabt, sagten Herkle und Wiget. Sie seien dankbar, dass sie gut durch die Pandemie gekommen seien und mit der Spende etwas für einen konkreten Zweck zurückgeben könnten, ergänzte Wiget.

Dass die Stuifen-Apotheke und der DRK-Ortsverband gut zusammengewachsen seien, betonte Haas. Sie testeten während Corona bis zum 1. Dezember in der Apotheke, danach im alten Rathaus. Gut 20 Ehrenamtliche übernahmen dies und wollten gleichzeitig für die Ukrainer spenden, sagte Ehmann. Ein Zuschuss kam noch aus der Kaffeekasse, und Stefanie Haas legte noch einen Batzen drauf. So kamen 2000 Euro zustande. Auch Ehmann und Haas freuen sich, dass das Geld „zielgerichtet“ eingesetzt wird. „Die Vereine und die Gemeinde helfen zusammen, damit sich die Ukrainer, jenseits des Heimwehs, hier wohlfühlen“, brachte Rembold Waldstettens Hilfe auf den Punkt.

Bürger, die eine Wohnung zur Verfügung stellen können, wenden sich unter (07171) 4030 an Margit Sonnentag.

„Jeder Cent und jeder Euro sind für die Ukraine.“

Michael Rembold,, Waldstettens Bürgermeister

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