Waldstetter helfen Flüchtlingen

+
Hilfe für die Ukraine
  • schließen

Von Wohnraum über Sachspenden bis hin zu Geldspenden reicht die Unterstützung.

Waldstetten. „Die Bürgerschaft zieht großartig mit“, dieses Lob sprach Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold in der Sitzung des Verwaltungsausschusses all jenen aus, die sich auf verschiedenste Art und Weise in die Unterstützung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine einbringen. In Waldstetten seien bislang etwa 30 Menschen untergekommen, zumeist Frauen und Kinder, erläuterte der Bürgermeister. Rund 15 Wohnungsangebote von Privatleuten lägen der Verwaltung mittlerweile vor, zumeist handle es sich um möblierten Wohnraum, auch aus Wißgoldingen seien Angebote gekommen.

Wie mit dem zur Verfügung gestellten Wohnraum verfahren wird, sei mit dem Landratsamt abgestimmt, erläuterte Rembold. So schließe die Verwaltung mit dem Vermietenden den Mietvertrag ab und bekomme dann über das Landratsamt die Mietkosten vom Bund bezahl. Die Geflüchteten werden vor Ort angemeldet und haben vom ersten Tag an Anspruch auf Asylbewerberleistungen. Es gebe kein Asylverfahren mehr wie 2015, die Aufenthaltserlaubnis gelte jeweils ein Jahr und werde gegebenenfalls auf drei Jahre verlängert, sagte Rembold. Unter den Geflüchteten habe einer sogar schon ein erstes Vorstellungsgespräch für eine Arbeitsstelle gehabt, berichtete er weiter.

Für die, die gar nichts haben

Wohnraum ist nur eine Art der Hilfe, die die Waldstetter ermöglichen. Ganz ohne Aufruf seien auch Geldspenden im Rathaus eingegangen, berichtete Rembold. Außerdem geben der Musikverein Waldstetten und die Harmonie Wißgoldingen an diesem Samstag ein Benefizkonzert, dessen Erlös ebenfalls Ukraine-Flüchtlingen zugute kommen soll. Geldspenden würden etwa verwendet, um Menschen zu helfen, „die gar nichts haben“, oder solchen, die mit ihren Tieren geflüchtet sind und nun etwa eine Tollwutimpfung für den Hund brauchen, sagte Rembold.

Auch Sachspenden gehen ein, diese sammelt die Seelsorgeeinheit Unterm Hohenrechberg gemeinsam mit der ukrainischen griechisch-katholischen Kirchengemeinde in Stuttgart. Gebraucht werden unter anderem Schlafsäcke, Hygieneartikel und Konserven in Büchsen mit Öffnungsösen. Die Verwaltung führe in Kooperation mit der Kirchengemeinde die Liste über die eingegangen Sachen, sagte Rembold. Am Mittwoch seien die ersten Paletten nach Stuttgart gegangen, ergänzte Gemeinderätin Beate Kornau, die begeistert über die Spendenbereitschaft ist. Rembold fasste zusammen: Gegen Krieg und Flucht „ist der Aufwand überhaupt nichts“. 


Das Benefizkonzert für die Ukraine der Musikvereine Waldstetten und Wißgoldingen ist an diesem Samstag, 9. April, um 19.30 Uhr in der Stuifenhalle. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Zurück zur Übersicht: Waldstetten

Kommentare