Waldstetter Rathaussturm im Kleinformat

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Der Rathaussturm Waldstetten 2022 en miniature.

Auch im Kleinen lässt sich ein Rathaus stürmen - die Oberwäschweiber Claudia und Elke zum letzten Mail im Einsatz.

Waldstetten. Dass ein richtiger Rathaussturm im neuen Interimsrathaus wegen Corona auch dieses Jahr nichts werden wird, war früh abzusehen. Daher hatte Schultes Michael Rembold seine Bütt auch wieder als Video proklamiert. Da aber heuer die Oberwäschweiber Claudia und Elke das letzte Mal über ganz Wäschgölthausen regieren und zudem ein neuer Büttel im Amt ist, wollten diese zumindest mit einem Besuch die Tradition des Rathaussturmes fortführen. Ebenso dabei waren Präsident Martin Ehmann, der dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiern darf sowie der neue Vizepräsident Ingo Nuding.

Wehmut im letzten Amtsjahr

Michael, der Zärtliche hatte denn auch nochmals eine kleine Bütt für die beiden Oberwäschweiber und den Büttel verfasst und überreichte danach mit seiner Arbeitsgruppe Fasnacht 12 Rosen – jeweils von einem schönen Spruch begleitet. So stand die erste Rose für die Fasnachtsfreude, die zweite für das Glück, die dritte für Gesundheit, eine andere für „den Abschied, der uns sehr traurig macht“.

Der Neubau braucht einen Balkon

Doch auch Claudia Schlosser und Elke Kamitz war die Wehmut in ihrem letzten Regentinnenjahr anzusehen. Nichtsdestotrotz hatten sie wieder einiges an der Arbeit vom Bürgermeister zu kritisieren. So bemängelten sie „die Möbel bei manchem „Ämtle“ waren oifach zu knapp“. Dass er einem möglichen Einbrecher beim nächsten Mal nacheilen kann, gaben sie vor: „10 Kniabeuga jeden Tag musch jetzt macha“. In Anbetracht der Tatsache, dass bald der Neubau des Rathauses realisiert wird, betonten sie nochmals die Wichtigkeit eines Balkones für die zukünftigen Oberwäschweiber: „Dui Proklamation tät von da oba viel besser schalla ond bis nach Wißlinga halla“.

Alles für 2023 inspiziert

Büttel Marc Schimmele war schon als kleiner Junge bei den Wäschgölten aktiv, hatte als Täfelesbua eine tragende Rolle bei Umzügen.

Für seinen ersten Rathaussturm hatte er sich schon gut vorbereitet, „doch Corona schickt sogar d’Fasnet in Quaratäne“, merkte er traurig an. Fürs jahr 2023 nehme er das Interimsrathaus jetzt schon genau unter die Lupe, Wohnung für Wohnung: „Von ganz unten Wohnung Nr. 2, dem Einwohnermeldeamt, stürmen wir im nächsten Jahr die Wohnungen allesamt“, prognostizierte der Büttel.

Anschließend nahmen die Eroberer, zu denen sich noch weitere Wäschweiber gesellt hatten, den Balkon im obersten Geschoss bei Sonnenschein und mit herrlichem Blick über Waldstetten in Beschlag.

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