Zwei Blitzer für Waldstetten?

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Gibt es bald neue Blitzer in Waldstetten?
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Eine neue Geschwindigkeitsmessanlage in der Straßdorfer Straße soll Verkehrssünder in beiden Richtungen blitzen. Wunsch nach zweiter Anlage in der Bettringer Straße.

Waldstetten. Wer in der Straßdorfer Straße in Waldstetten bei den vorgeschriebenen 50 Stundenkilometern mal gerne ein paar grade sein lässt, der muss wohlmöglich bald umdenken. Denn an diesem Donnerstag geht's in der Sitzung des Gemeiderats um Ersatz für "den alten Starenkasten, der ja seit Jahren nicht mehr funktioniert, was wohl alle Bürger wissen", sagt Hauptamtsleiterin Tamara Stöckle. Hinter der Maßnahme stecke, dass die Sraßenverkehrsbehörde des Landratsamts Zug um Zug die stationären Geschwindigkeitsanlagen im Ostalbkreis modernisiert. Weil der alte Blitzer zudem auf einem Privatgrundstück steht, denke die Verwaltung an einen neuen Standort, etwa 14 Meter weiter Richtung Ortsausgang Straßdorf, wo die Gemeinde Grund besitzt, erklärt Stöckle. Geht es nach der Waldstetter Verwaltung, soll die neue, runde Geschwindigkeitsmesssäule Verkehrssünder in beiden Fahrtrichtungen fotografieren können, statt wie bisher nur ortseinwärts Fahrende. "Ob das umgesetzt wird, muss der Landkreis entscheiden", sagt Stöckle.

Wer zahlt und wer kassiert

Auch bei einem weiteren Wunsch der Waldstetter Verwaltung hat das Landratsamt das letzte Wort: einer zweiten stationären Geschwindigkeitsmessanlage in der Bettringer Straße. Der vorgesehene Standort befinde sich auf Höhe der Gebäude Nummer 36 und 38. Denn dort besitzt die Gemeinde den nötigen Grund an den gemeindeeigenen Sozialunterkünften, erklärt Stöckle. Das Landratsamt wolle prüfen, ob Gemeinden ohne Möglichkeit auf eine Ortsumfahrung wie Waldstetten ein zweiter Messstandort zugestanden werde, heißt es in der Sitzungsvorlage. Klar ist bisher: Die Gemeinde Waldstetten müsste die Kosten für eine zweite Anlage selbst zahlen, sagt Stöckle. Was das kostet, sei noch nicht bekannt. Klar sei aber, dass, wie bisher auch, nicht die Gemeinde, sondern der Kreis die durch gemessene Geschwindigkeitsüberschreitungen anfallenden Bußgelder einnehmen werde. "Wir hätten den Vorteil, dass langsamer gefahren wird", sagt die Hauptamsleiterin.

Bisher kommen in Waldstetten die mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen des Kreises zum Einsatz. "Wir regen immer wieder Standorte an", sagt Stöckle. Weil der Kreis jedoch nur zwei solcher Anlagen habe, stehen die lediglich ein bis zweimal pro Jahr in Waldstetten zur Verfügung.

  • Am Donnerstag im Gemeinderat
  • Um neue Geschwindigkeitsmessanlagen geht es in der Sitzung des Waldstetter Gemeinderats in der Stuifenhalle am Donnerstag, 21. Oktober, um 19 Uhr. Außerdem berät das Gremium unter anderem über Aufträge zum Bau des neuen Kindergartens in der Rosensteinstraße und in der Kläranlage sowie zur Sanierung des Waldstetter Grundschulgebäudes und es geht um eine verändete Priorisierug der Straßen im Zusammenhang mit dem Schneeräumdienst. Eine nichtöffentliche Sitzung schließt sich an. Es besteht Mundschutzpflicht beim Betreten der Halle und auf dem Weg zu den Sitzplätzen.

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