Zwei Gemeinden, ein Impfteam

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Drei Impfstraßen stehen in der Schwerzerhalle bereit, ein Impfteam startet am 18. März. Im Bild Gmünds Bürgermeister Christian Baron (l.) und Waldstettens Schultes Michael Rembold.
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Für das Mobile Impfteam, das in Gmünd und Waldstetten arbeitet, soll die Terminvergabe einfacher sein.

Schwäbisch Gmünd/Waldstetten.

Am Randstein vor der Schwerzerhalle ist frisch geteert, damit auch Leute mit Rollator oder Rollstuhl ohne Hindernis hineinkommen. Drinnen sind drei Impfstraßen aufgebaut, ein großer Fernseher steht in einem separaten Raum, auf dem das Aufklärungsvideo für die Corona-Schutzimpfung zu sehen sein wird. Die Halle ist bereit für das Mobile Impfteam, das am Donnerstag der kommenden Woche loslegen soll. Es ist eins für zwei Gemeinden: Gmünd und Waldstetten teilen sich das Impfteam.

Vom 18. März an wird das Team elf Tage lang in der Schwerzerhalle in Gmünd arbeiten, ab dem 29. März sind die Fachleute dann in Waldstetten bei der Arbeit (die GT berichtete am Mittwoch). "Die Kapazität eines Impfteams liegt bei 66 Impfungen am Tag", sagt Gmünds Erster Bürgermeister Christian Baron, der sich am Mittwoch mit Michael Rembold, seinem Waldstetter Kollegen, den Aufbau in der Schwerzerhalle angeschaut hat. Damit werde das Impfen bürgernah, findet Rembold. "Wir wollen den älteren Menschen einfach weiterhelfen."

Zielgruppe des Impfteams sind die über 80-Jährigen. Die sind in beiden Gemeinden allesamt schriftlich vom Impfangebot informiert worden: in Waldstetten 530 Menschen, in Gmünd etwa 3000. Wegen der Senioren, die bisher schon einen Termin in einem der großen Impfzentren ergattern konnten, werden es am Ende deutlich weniger Impflinge als Benachrichtigte sein. "Ich rechne bei uns in Waldstetten mit 200 bis 250 zu Impfenden", sagt Michael Rembold. Geimpft werde täglich, auch an Sonn- und Feiertagen, betont Christian Baron. Nach elf Tagen und rechnerisch 726 Impfungen wechselt das Impfteam dann nach Waldstetten, um dort alle Angemeldeten zu impfen. Das Ziel sei es, alle über 80-Jährigen so schnell wie möglich durchzuimpfen, so der Bürgermeister, "dann haben wir eine große Sorge weniger".

Die Kapazität in der Schwerzerhalle kann jederzeit auf drei parallel arbeitende Teams erhöht werden, dort sind drei Impfstraßen aufgebaut. In der Woche vor Ostern soll, so die Planung, ein zweites Impfteam dazukommen. Womit in Gmünd und Waldstetten geimpft wird, können die Bürgermeister noch nicht sagen: "Welchen Impfstoff wir bekommen, wissen wir nicht", so Baron.

Das Verfahren zur Anmeldung und Terminvergabe soll "so einfach wie möglich sein", sagt der Gmünder Bürgermeister. "Eine gewisse Ordnung und Verlässlichkeit ist unser Anspruch." Damit eben nicht diejenigen die ersten seien, die "nachts um 12 ins Internet gehen".

Reihenfolge unterscheidet sich

Die Reihenfolge ist unterschiedlich in den zwei Gemeinden: In Waldstetten, wo Rembold von drei bis vier Tagen Impfen ausgeht, wird nach dem Alphabet vorgegangen. In Gmünd, wo der Impfzeitraum wesentlich länger sein wird, geht es nach dem Lebensalter. "Fair, transparent und verständlich" soll die Regel sein, betont Baron. Das Gmünder Verfahren hat für Ehepartner, die nicht gleich alt sind, den Nachteil, dass es keinen gemeinsamen Termin geben kann. Und die Regel, dass zunächst alle Impflinge über 80 drankommen, bedeutet auch, dass es keine Ausnahmen gibt. Christian Baron: "Wenn jemand neunundsiebzigeinhalb ist, gibt es leider keine Möglichkeit."

Ob das jetzige Angebot mit Impfteams in den Sporthallen weiter besteht, wenn dann Menschen unter 80 Jahren an der Reihe sind, ist noch offen. Baron: "Wir haben darüber diskutiert, aber es ist möglich, dass Ende April die Impfungen durch die Hausärzte gemacht werden."

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