Was mit der Umleitung auf Wißgoldingen zukommt

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Ortsdurchfahrt Wißgoldingen
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Maßnahmen zur Furtlepass-Sperrung: Bedarfsampel, Halteverbot und Verkehrszählung.

Waldstetten-Wißgoldingen. Dass die Wißgoldinger schon ahnen, was mit der baustellenbedingten Vollsperrung am Furtlepass zwischen Weiler und Degenfeld auf sie zukommt, wurde am Dienstagabend - unabhängig vom dafür vorgesehenen Tagesordnungspunkt - bereits in der Bürgerfragestunde des Ortschaftsrates deutlich. Ein Bürger wollte wissen, wieso bereits jetzt die Technik zur Geschwindigkeitsmessung installiert werde, obwohl die Umleitung noch gar nicht eingerichtet ist. Dies habe die Waldstetter Verwaltung auf Anregung aus dem Ortschaftsrat beim Landratsamt beantragt, damit nachvollziehbar sei, wie sich das Verkehrsaufkommen ohne von dem mit Umleitung unterscheide, erklärte Hauptamtsleiterin Tamara Stöckle. Ortschaftsrätin Nicole Schaible ergänzte, dass sich das Gremium ebenso Erkenntnisse darüber erhoffe, ob der Fahrradschutzstreifen auf der Hauptstraße in Fahrtrichtung Winzingen die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer reduziert und ob während der Umleitungsphase eine Bedarfsfußgängerampel an der Querung Richtung Stuifen eingerichtet werden sollte.

Dafür, dass die Geräte an Stellen installiert seien, wo der Verkehr wegen Abzweigungen langsamer fließe und dass auch naturgemäß langsamere Fahrräder mitgezählt würden, gab's ebenfalls Kritik aus der Bürgerschaft.

Zur Umleitung brachte Ortsbaumeisterin Maren Zengerle Informationen von einem Verkehrsgespräch mit der Gmünder Verwaltung mit.

So lange dauert's

Von Juni bis Mitte November soll die Maßnahme laufen. Die Straße nach Degenfelds sei in ziemlich schlechtem Zustand. Dass „der Hang rutscht“, weiß Zengerle aus eigener Erfahrung in ihrer früheren Tätigkeit. Zwei Bauabschnitte seien vorgesehen, einer zwischen Hornberg und Degenfeld, ein zweiter zwischen Hornberg und Weiler. Für beide gilt: „Es gibt keine nahe Umleitungsmöglichkeit.“ Die entsprechend große Umleitung führe von Weiler über Bettringen, Gmünd, Straßdorf, Wißgoldingen, Winzingen und Donzdorf nach Degenfeld. Faktisch bedeute das, dass Verkehrsteilnehmer die Abkürzung über Unterbettringen und Waldstetten nähmen. „Das betrifft auch Schulkinder“, nannte Zengerle einen Punkt, der ausführlich diskutiert worden sei.

Wo LKW nicht fahren dürfen

Weiträumig würden große Umleitungsschilder auf die offiziell ausgewiesene Strecke hinweisen, sagte Zengerle. Ein Fahrverbot für LKW bestehe zwischen Wißgoldingen und Weilerstoffel.

Halteverbot in Wißgoldingen

In der Donzdorfer Straße in Wißgoldingen, der Durchgangsstraße, werde es ein Halteverbot geben, damit LKW aneinander vorbeikommen, sagte Zengerle. Es soll aus Fahrtrichtung Winzingen von der Ampel bis zur Abzweigung nach Tannweiler gelten. Dadurch entfalle ein Parkplatz, ansonsten seien dort sowieso viele private Zufahrten. Eine Ausweitung der Halteverbotszone sei bei Bedarf möglich, antwortete Zengerle auf Schaibles Frage. Eine Bedarfsfußgängerampel am Weg zum Stuifen sei bereits beantragt, vom Landratsamt „haben wir aber leider noch keine Antwort bekommen“, sagte Zengerle.

Aus der Bürgerschaft kam die Frage, ob Tempo 30 auf der Durchgangsstraße während der Umleitungsphase möglich sei. „Das Landratsamt macht‘s nicht“, sagte die Ortsbaumeisterin. Auch Bürgermeister Michael Rembold verwies auf Erfahrungen der Verwaltung mit anderen innerörtlichen Landesstraßen, wo das Landratsamt ebensowenig Tempo 30 genehmigt habe. Ortsvorsteherin Monika Schneider sagte mit Blick auf die kommenden Monate: „Da müssen wir durch.“ Anja Müller

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