Bauträger oder Baugruppe fürs Löwen-Areal?

+
Bauträger oder Baugemeinschaft für das Löwen-Areal? Das soll sich in den kommenden Wochen herauskristallisieren.
  • schließen

Am Wohnprojekt Interessierte informieren sich über Möglichkeiten der Realisierung

Waldstetten-Wißgoldingen. „Wie kann's nun konkret werden?“ Diese Frage stellte Albrecht Reuß vom Büro Citiplan bei der Infoveranstaltung zur Bebauung des Löwen-Areals in der Kaiserberghalle. Dass es nun ins Detail geht, zeigte sich auch an der überschaubaren Zuhörerschaft: Ein gutes Dutzend Menschen, darunter für Reuß „viele bekannte Gesichter“, wollten sich die Möglichkeiten erläutern lassen. Bereits 15 Parteien haben sich auf die Interessentenliste setzen lassen, berichtete er.

Was bereits gegeben ist, machte Bürgermeister Michael Rembold deutlich. Für ein weiteres Wohnhaus auf dem bereits brachliegenden Löwen-Areal zeichne sich nun eine Lösung ab, dann sei das Gelände „komplett“. Der Verwaltung sei wichtig, „dass da was richtig Schönes, was richtig Gutes entsteht“. Sie habe bereits 700 000 Euro in Ankauf, Entrümpelung und Abriss gesteckt und dafür auch Fördergelder bekommen. Und verspricht nun, „dass wir hier ein top Preisangebot machen“, das weit günstiger sein werde als im Umland. Nun gehe es darum, in welche Richtung die Verwaltung weiterplanen soll.

Ein gemeinsames Projekt Albrecht Reuß, dessen Büro die Machbarkeitsstudie zum Löwen-Areal erstellt, nannte die bereits festen Eckdaten: Weil in einer ersten Bürgerwerkstatt schnell klar wurde, dass sich Betreutes Wohnen mangels genügend Wohnraum auf dem Löwen-Areal nicht verwirklichen lässt, habe sich der Wunsch nach barrierefreiem, generationendurchmischten Wohnraum herauskristallisiert. Ein Partner wie die Stiftung Haus Lindenhof als möglicher Vermieter einiger Wohnungen könnte dabei die Altersdurchmischung passend beeinflussen. Für die zwei Gebäude, die entstehen sollen, werden weiterhin zwei Varianten verfolgt. Erstere mit zwei rechtwinklig zueinender stehenden Gebäuden und einem gemeinschaftlichen Innenhof. Die andere mit zwei versetzten Gebäuden und einem zentralen Treppenhaus-„Scharnier“.

Nun gehe es in den kommenden Wochen darum, herauszufinden, ob es eine Bauträgerschaft oder eine Baugemeinschaft wird, die von der Entwicklungs- in die Planungs-, dann in die Realisierungsphase und am Ende in die Nutzungs- und Betriebsphase geht, erläuterte Reuß. Egal wie, am Anfang brauche es Interessenten, damit es ein gemeinsames Projekt werden kann, sagte Reuß. Für eine von einem Projektsteuerer begleitete Baugemeinschaft spräche, dass die im Laufe des Bauprojekts so viele wichtige
Dinge hinzubekommen habe, dass die Mitglieder es beim gemeinschaftlichen Wohnen dann auch geregelt bekämen, Alltagsfragen gemeinsam zu klären.

Bei einer Baugemeinschaft müssten alle Wohnungen verkauft sein, bei der Verwirklichung durch einen Bauträger 66 bis 80 Prozent der Wohnungen, beantwortete Reuß die Frage eines Zuhörers, wann mit dem Bau angefangen werde. Allerdings könne eine örtliche Wohnungsbaugesellschaft eine fehlende Beteiligung überbrücken. Und wenn das Gebäude fertig ist, „stehen erfahrungsgemäß viele Interessenten da“, ist Reuß' Erfahrung. Er geht aktuell von einem Quadratmeterpreis um 3500 Euro aus, „Konkreteres wäre unseriös“, beantwortete er eine weitere Frage. Ein weiterer Interessent fände es spannend zu erfahren, wer künftige Nachbarn sein könnten. Weil kaum Interesse an einer Exkursion zu einem vergleichbaren Wohnbauprojekt bestand, soll es als nächstes ein Treffen in vertraulichem Rahmen geben.

Weitere Infos gibt es auf www.citiplan.de

Bauträger oder Baugemeinschaft für das Löwen-Areal? Das soll sich in den kommenden Wochen herauskristallisieren.

Zurück zur Übersicht: Wißgoldingen

Kommentare