Ein Raum für Treffen ganz ohne Event

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Karl Fiedler vom Dorfverein beim Aufbau der Küche im neuen Dorfgemeinschaftsraum.
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Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt. Die Farbe grün und Fundstücke aus dem „Löwen“ spielen eine besondere Rolle.

Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt

Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt. © privat
Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt. © privat
Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
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Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
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Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
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Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
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Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
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Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
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Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
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Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt.
Mitglieder des Dorfvereins kümmern sich um den Ausbau des Dorfgemeinschaftsraums im Bezirksamt. © privat

Waldstetten-Wißgoldingen. Karl Fiedler muss sich erstmal räuspern. Der stellvertretende Vorsitzende des Wißgoldinger Dorfvereins schluckt gerade Sägespäne, was eben so passiert, wenn man eine Küche im neuen Dorfgemeinschaftsraum im Bezirksamt einbaut.

„Was irgendwie geht, machen wir selber“, sagt Fiedler. Seine Mitstreiter Erwin Heilig und Gerhard Lutz kennen sich gut mit Elektrik aus, wenngleich der Dorfverein etwa für die Anschlüsse einen Fachbetrieb engagiert hat. Trotzdem sind die im Innenausbau aktiven Mitglieder „demnächst bei 600 Arbeitsstunden“. Schließlich haben sie einen Anspruch an den Raum im ehemaligen Malstüble: „Es soll Spaß machen, da drin zu sitzen“, sagt Fiedler. Denn was bisher fehle in Wißgoldingen, sei die Möglichkeit, sich ohne Event zu treffen. Dafür haben die ehrenamtlichen Heimwerker in dem Raum schon viel verändert.

Zunächst musste etwas dagegen unternommen werden, dass man sich im Gespräch nicht verstehen konnte, sagt Fiedler. Eine Akustikdecke auf einer Unterkonstruktion wurde montiert. Statt Raufasertapete hat die Wand einen Putz erhalten und es wurde ein pflegeleichter Boden verlegt. Dazuhin hat sich der gelernte Restaurator ein Raumkonzept überlegt. Sein Ankerpunkt: ein alter Tisch aus dem Schulhaus mit grünem Unterbau – das ist nun die Farbe, die sich durch den Raum zieht. Dazu hat Fiedler gebrauchte Möbel aufgetrieben, in denen Wißgoldinger Geschichte steckt. So habe er einige Tische und Stühle sowie einen Schrank aus dem „Löwen“ gerettet, bevor der abgerissen wurde, die Füße und Zargen sind nun im Schultisch-Grün gestrichen. Außerdem hat er Einrichtungsgegenstände aus dem alten Schulhaus, das heute das Bezirksamt beheimatet. Wenn man an den Tischen sitze, könne man vielleicht noch die Tatzen nachspüren, die es einst vom Lehrer für schlechtes Verhalten gab, sagt der 64-Jährige, der hier selbst zwei seiner Grundschuljahre erlebt hat, bevor die Schule in den Neubau gezogen ist. Einen weiteren Tisch, lang und schmal, hat Fiedler vom Sperrmüll des „Adler“, den haben sich die Stuifen-Hexen schon als Stammtisch ausgeguckt. Die Möbel seien anthrazitfarben gestrichen und patiniert und dem alten Schultisch angeglichen. Die Wände sind weiß, damit es mal wieder eine Ausstellung geben könne.

Hauptkostenfaktor ist die Küche. Um zu sparen, haben die Mitglieder im Abholmarkt in Waldstetten gesucht und aus zwei Küchen eine gemacht, berichtet Fiedler. Das Geld dafür haben sie sich im Winter am Krippenweg erarbeitet – mit einem Glühwein- und Schmalzbrotverkauf. Spülmaschine und Herd kann der Dorfverein dank eines Zuschusses der Gemeinde anschaffen. Sind die eingebaut, fehlen nur noch die Silikonfugen, außerdem will Fiedler noch ein Regal einbauen - im Grün des zentralen Tisches.
Hereinschauen können die Wißgoldinger bei einem Tag der offenen Tür am Freitag, 29. Juli, von 14 bis 22 Uhr. Gefeiert wird in Zelten im alten Schulhof hinterm Haus. Dort gibt‘s auch Bewirtung, während drinnen eventuell Bilder die Entstehung des Dorfgemeinschaftsraums dokumentieren. Und die Gruppe „Oxalys“ wird singen. Dann ist erstmal Sommerpause.

Und im Normalbetrieb? Könnte der Raum immer dienstagnachmittags für einen Kaffee zum Dorfmärktle sowie einen Abend pro Woche öffnen, nennt Fiedler eine erste Idee. Und hofft, dass sich daraus weitere Impulse entwickeln. Immerhin gebe es schon Leute, die das Dorfcafè betreiben wollen, sagt er. Allerdings fehlt es noch an Geschirr und Ausstattung für die Küche. Wenngleich er auch hierfür schon einiges typisch Wißgoldingerisches zusammengetragen hat. Denn Karl Fiedler hat nicht nur Möbel aus dem „Löwen“ gerettet. Sondern auch Geschirr.

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