Die Gesundheits-App auf Rezept

Aalen. Erstmals können Gesundheits-Apps in Deutschland vom Arzt verschrieben werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat zwei digitale Anwendungen geprüft und als Kassenleistung zugelassen. Dabei handelt es sich um die Tinnitus-Therapie „Kalmeda“ sowie die digitale Unterstützung „Velibra“ für Patienten mit Angststörungen. Dies teilt die KKH Kaufmännische Krankenkasse mit. Weitere solcher Apps befinden sich demnach im Prüfverfahren und werden nach Abschluss ins Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) aufgenommen. „Damit haben Ärzte ab sofort die Möglichkeit, die DiGAs auf Kassenkosten zu verordnen, wenn sie diese in der Behandlung für medizinisch sinnvoll erachten“, erklärt Thomas Hilmer vom Serviceteam der KKH in Aalen.

„Im Gegensatz zu herkömmlichen Fitness-Apps unterstützen die DiGAs konkret bei ernährungsrelevanten Krankheiten, Schmerztherapien oder psychischen Erkrankungen. Außerdem bieten die Apps auf Rezept eine höhere Sicherheit in Bezug auf die persönlichen Daten“, so Hilmer.

© Gmünder Tagespost 16.10.2020 20:19
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