Viele Minderjährige in Behandlung

Aalen. Mit nachdenklich stimmenden Zahlen möchte die AOK Ostwürttemberg für das Thema seelische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen sensibilisieren und auf die Einhaltung der Vorsorgeuntersuchungen gerade auch im Jugendalter hinweisen. Im Ostalbkreis waren im Jahr 2018 15 Prozent aller minderjährigen AOK-Versicherten wegen einer psychischen Erkrankung in ambulanter oder stationärer Behandlung. Der Landesdurchschnitt lag mit 16,8 Prozent etwas höher. „Wir sprechen hier von 2667 Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis, vier Jahre zuvor zählten wir 2043 Betroffene“, veranschaulicht Hans-Joachim Seuferlein, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg, den Anstieg. „Zu den psychischen Erkrankungen zählen auch Entwicklungsstörungen, die wiederum häufige Erkrankungen mit geringem Krankheitswert enthalten wie etwa Lese- oder Rechtschreibschwäche“, erläutert der Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg. „Dies könne die hohe Rate erklären, die in der Altersgruppe der Grundschüler teilweise sogar bis auf 30 Prozent ansteige.“

© Gmünder Tagespost 18.11.2020 20:03
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