Weg mit den Feiertagskilos

Ernährung Vanillekipferl, Braten & Co. haben für einen Bauch gesorgt? Die KKH gibt Tipps fürs Abnehmen.

Aalen. 2016 fanden US-Forscher der Cornell Universität heraus, dass die Deutschen zehn Tage nach Weihnachten am dicksten sind. Kein Wunder, wer kann schon Vanillekipferl, Gänsebraten, Raclette, Mousse au Chocolat und all den anderen kulinarischen Verlockungen der Festtage widerstehen? „Wer sein Vor-Advents-Gewicht erreichen möchte, muss an zwei Stellschrauben drehen“, sagt Horst Gentner vom KKH-Serviceteam in Aalen, „an der Ernährung und der Bewegung. Das eine ohne das andere führt kaum zum Erfolg“.

Glühwein abtrainieren

Für eine leichte Ernährungsweise sei entscheidend, die Zufuhr von Kohlenhydraten zu reduzieren, vor allem von Brot und Süßem. Kohlenhydrate seien die Hauptursache für Übergewicht. Dauerhaft auf den Speisezettel gehören stattdessen gesunde Lebensmittel mit geringer Energiedichte wie Fisch, mageres Fleisch, Obst und Gemüse, wie Gentner sagt. Wichtig sei auch, Speisen mit ungesättigten Fetten zuzubereiten, also mit pflanzlichen Fetten und Ölen. Aber, warnt Gentner: „Die leichteste gesündeste Ernährung nützt nichts, wenn es an regelmäßiger und ausreichender Bewegung mangelt.“ Eine halbe Stunde spazieren gehen sei etwa nötig, um die Kalorien von einem Glas Glühwein abzutrainieren.

Die Fitnessstudio-Alternative

Grundsätzlich gilt: „Jeder sollte mindestens drei Mal wöchentlich eine halbe Stunde die Ausdauer trainieren, etwa beim Spazieren gehen, Laufen, Schwimmen oder Radfahren.“

Genauso wichtig sei Krafttraining, um Muskeln aufzubauen, Glukose zu verbrennen und so überflüssige Pfunde loszuwerden. Wer will, könne ins Fitnessstudio gehen. Liegestützen oder Übungen mit dem Fitnessband seien eine gute Alternative, sagt der Profi. „Wer sich regelmäßig zu Krafttraining durchringt – möglichst zweimal pro Woche – muss nicht mehr so stark aufs Essen achten, da der Körper es dann besser verbrennt“, sagt Gentner.

© Gmünder Tagespost 11.01.2019 07:48
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