Coronavirus: Verschiedene Falschmeldungen im Umlauf

Über WhatsApp und Facebook verbreiten sich zahlreiche Gerüchte und unwahre Behauptungen
  • Symbolbild: Pixabay

Aalen. Derzeit kursieren verschiedene Falschmeldungen rund um das Coronavirus im Internet, die teilweise auch den Ostalbkreis betreffen. So hieß es zum Beispiel in einer WhatsApp-Nachricht, dass angeblich das Aalener Einkaufzentrum Mercatura wegen eines Corona-Falls evakuiert worden sei. Das ist falsch. Auch von einer angeblich evakuierten Krankenhausstation am Ostalb-Klinikum in Aalen war diese Woche in einer Facebook-Nachricht an die Redaktion die Rede. Ähnliche Gerüchte gab es diese Woche auch in Ellwangen. Auch das hat sich als nicht richtig herausgestellt.

Der Führungskreis des Landratsamtes Ostalbkreis stellt in einer aktuellen Pressemitteilung fest, dass es bis Freitagnachmittag nach wie vor keine bestätigte Coronavirus-Infektion im Ostalbkreis gibt.

Tatsache ist: Falschmeldungen haben derzeit in den sozialen Netzwerken, vor allem in WhatsApp und Facebook, Hochkonjunktur. Teilweise sind es lediglich Nachrichten, die sich nach dem „Stille-Post-Prinzip“ weiterverbreiten, teilweise stecken auch perfide Manipulationen dahinter. Ein angeblicher Artikel von „Zeit online“ sorgte diese Woche für Aufregung in Stuttgart. Darin war von mehreren Todesfällen und 10.000 Infizierten in der Region die Rede. Die Ulmer Polizei warnt eindringlich davor, solche Falschmeldungen zu glauben und sie zu verbreiten.

Die momentan kursierenden Gerüchte wie etwa Evakuierungen an den Kliniken Ostalb entbehren jeglicher Grundlage, so das Landratsamt. Im Zweifel solle man sich an den Geschäftsbereich Gesundheit zu wenden und den öffentlichen Erklärungen vertrauen. Weitere Informationen zur aktuellen Erklärung lesen Sie hier.

Das Portal „SaferInternet.at“ empfiehlt dazu: „Überlegen Sie, wie Sie auf eine fragwürdige Meldung reagieren können, ohne diese gleich weiterzuteilen.“ Grundsätzlich sollte man skeptisch sein.

Natürlich ist es durchaus möglich, dass auch im Ostalbkreis Coronavirus-Fälle auftreten können. Wenn es dafür eine offizielle Bestätigung gibt, werden wir auch berichten.

Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt eine Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind werktags zwischen 9 und 16 Uhr telefonisch unter (0711) 904-39555 erreichbar. Tobias Dambacher

Mittlerweile gibt es zehn bestätigte Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg. Alle aktuellen Entwicklungen haben wir hier zusammengefasst.

© Gmünder Tagespost 28.02.2020 11:57
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Kommentare

Andreas Holzschuh

10.000 Leute "geheim" zu halten ist in einer Demokratie bzw. in einer Gesellschaft mit sozialen Medien unmöglich. 

Was mich auch nervt sind "Hamsterkäufe" bzw. die Annhame dass Lebensmittel knapp werden. Bis jetzt ist nur eine Mensch zu Mensch Übertragung erwiesen. Wieviel Lebensmittel werden aus China importiert? 

Die einzige Gefahr ist dass durch Quarantäne einzelne Arbeitsplätze (besonders in China/Hubei) nicht mehr besucht werden können. Diese Arbeitsplätze kann man woanders wieder aufbauen in der Zeit der Globalisierung. Das dauert halt etwas und wird teuer. Aber kein "Zusammenbruch"!

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