Ein paar Gedanken zum Sommer 2020

So wird das Wetter am Montag auf der Ostalb
  • Foto: tim

Langsam aber sicher befindet sich der Mai auf der Zielgeraden und mit dem Juni steht der erste meteorologische Sommermonat unmittelbar vor der Tür. Somit wird es Zeit für ein paar Gedanken, wie denn der Sommer 2020 werden könnte. Zwei Argumente sprechen für einen eher durchschnittlichen bis leicht zu kühlen Sommer: Ein deutlich zu nasser Februar und Sommerwetter im April – beides hatten wir in diesem Jahr. Und diese Kombination ist für einen sehr warmen bis heißen Sommer eigentlich nicht förderlich. Auch 2007 war der Februar sehr nass und der April sommerlich warm. Im Anschluss brachte der Sommer nicht mehr viel auf die Kette. Am wärmsten war es noch im Juni. Juli und August waren anschließend teils deutlich zu kühl. Auch in den Jahren 1948, 1952 und 1961 verlief es ähnlich. Der Sommer war bestenfalls durchschnittlich warm und ziemlich nass. Droht uns selbiges Schicksal in diesem Jahr wieder?
Einiges spricht aber auch dagegen. Das Wetter hält sich in den allerwenigsten Fällen an Statistiken – schon gar nicht in Zeiten des Klimawandels. In den vergangenen 20 Jahren fiel der Sommer (Zeitraum Juni, Juli, August) nur viermal zu kalt aus. Zweimal war es durchschnittlich warm und 14 Mal zum Teil deutlich zu warm. Bis man den letzten zu kalten Sommermonat findet, muss man länger im Archiv nachschauen. Zuletzt war dies im August 2014 der Fall. Seitdem folgten nur noch Sommermonate mit positiven Abweichungen. Seit 2015 war im Sommer also jeder Monat überdurchschnittlich warm – das sind insgesamt 15 Stück. Persönlich glaube ich nicht, dass wir wieder einen extrem heißen Sommer bekommen – aber: Unterdurchschnittlich kühl wird er auch nicht. Wahrscheinlich bewegt sich der Sommer am Ende im Bereich zwischen + 0,5 und +1,5 über dem langjährigen Mittel. Dabei könnte der Juni noch am wärmsten werden. In Sachen Niederschlag simulieren die Langfristmodelle derzeit einen deutlich zu trockenen Juni, einen durchschnittlich nassen Juli und einen teils sehr nassen August. Meine Tipps: Juni: +1,5°C; Juli: +1°C; und August: zwischen +0,5 und +1°C. Die Serie der zu warmen Sommermonate geht also weiter.
Am Montag gibt es auf der Ostalb einen munteren Wechsel aus Sonne, Wolken und lokalen Schauern. Die Spitzenwerte liegen bei 16 bis 20 Grad. 16 Grad werden es in Neresheim, 17 in Bopfingen, 18 in Ellwangen, 19 in Aalen. Rund um Schwäbisch Gmünd gibt’s die 20 Grad. Wenn die Sonne auch mal für längere Zeit am Stück scheint, kann es noch einen Ticken wärmer werden. In der Nacht zu Dienstag ist es mal mehr, mal weniger bewölkt. Es kühlt ab auf 7 bis 4 Grad. Am Dienstag tagsüber wechseln sich erneut Sonne und Wolken ab. Die Höchsttemperatur liegt um 20 Grad. Im weiteren Wochenverlauf gibt es keine Wetteränderung. Dazu liegen auch die Werte um, beziehungsweise bei knapp über 20 Grad.

© Gmünder Tagespost 24.05.2020 20:27
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