Klassenfahrt an den Ort des Grauens

75 Jahre nach der Befreiung der NS-Konzentrationslager gibt es immer weniger Zeitzeugen, die von ihrem persönlichen Leid berichten können. Die KZ-Gedenkstätten werden deswegen für das Erinnern wichtiger. Ein Besuch in Sachsenhausen.
Ines schüttelt verstört den Kopf. „Es ist doch erschreckend, dass jemand wegen seines Glaubens oder weil er schwul oder lesbisch war, in ein Konzentrationslager gekommen ist.“ In sich gekehrt lässt die Zehntklässlerin aus dem Emsland die Eindrücke aus dem ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg auf sich wirken: die beiden noch verbliebenen Baracken, in denen hunderte Juden auf engstem Raum zusammengepfercht waren, den Appellplatz am Eingang, der direkt vor den Mündungen der Maschinengewehre lag, und den Erschießungsgraben mit der extra für Sachsenhausen konstruierten Genickschuss-Anlage. „Wenn man
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