„Die Meinungsfreiheit wird zu weit gefasst“

Der Justiz attestiert der Präsident des Zentralrats der Juden, dass sie auf dem rechten Auge eine Sehschwäche hat. Ein Gespräch über Hetze, die in Taten mündet, die Folgen des Anschlags von Halle – und Koffer, die nicht mehr gepackt werden.
Der Ort ist unscheinbar. Im Zentrum von Würzburg unterhält der Zentralrat der Juden ein kleines Büro. Drei Räume für Mitarbeiter, den Präsidenten Josef Schuster und dessen Personenschützer. Seit Josef Schuster im Juni seine Internisten-Praxis aufgegeben hat, sitzt er noch häufiger an diesem Schreibtisch. „Meine Frau sagt schon, sie sehe mich noch seltener als davor“, sagt Schuster und lacht. Die Vermittlung jüdischen Lebens in Deutschland ist seine Passion. Da ist der 66-Jährige in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Doch die Aufgabe zieht Anfeindungen nach sich. Selbst das ehemalige Praxisschild wird von Schmähungen
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