Wespels Wort-Wechsel

Verrota und vergrota

Manfred Wespel über die Feinheiten der schwäbischen Sprache

Schon in der Standardsprache gibt es sehr viele Wörter mit der Vorsilbe „ve-r“, von verabscheuen bis verzweifeln. Die Schwaben setzen da noch eins drauf. Einmal gebrauchen sie für das standarddeutsche „er-„ ein „ver-„ (verzehla statt erzählen) oder statt „zer-„ das geliebte „ve-r“ (verreißa statt zerreißen), wobei „ver-„ oft die ältere, mittelhochdeutsche Form ist.

Nicht genug damit; es gibt eine Reihe von Ver-Wörtern, die man im Standarddeutschen vergeblich sucht: verbosga, vergetzla, vergruschtla, verkuttla, verschlättera, verkläppere, vernudla, verzwazla und

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