STICHWORT Familiennachzug

STICHWORT Familiennachzug

Die Frage des Familiennachzugs zu den etwa 300 000 Flüchtlingen, die mit subsidiärem Schutzstatus in Deutschland leben, hatte zu Jahresbeginn die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD schwer belastet. Damals hatte der heutige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gewarnt, dass bis zu 300 000 Angehörige nach Deutschland kommen wollten.

Die Koalition einigte sich auf den Kompromiss, monatlich bis zu 1000 Visa für enge Angehörige – also Ehepartner, minderjährige Kinder oder Eltern hier lebender Minderjähriger – zu vergeben. Von August bis zum Jahresende sollen 5000 Angehörige einreisen dürfen. Diese Zahl wird laut Innenministeriums kaum erreicht werden. In den vier Monaten bis zum 26. November wurden nur 1385 Visa an Angehörige dieser Flüchtlinge vergeben. Dass es so wenige sind, liegt vor allem daran, dass die kommunalen Ausländerbehörden bei der Antragsprüfung nicht nachkommen. kna
© Südwest Presse 06.12.2018 07:45
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