Ab 2024 in Serie

Mercedes eActros: Elektro-Langstrecken-Lkw schafft 500 Kilometer

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Auf der IAA Transportation hat Mercedes den eActros Long Haul enthüllt. Der Elektro-Lkw geht 2024 in Serie und hat eine Reichweite von 500 Kilometern.

Der klassische Verbrennungsmotor hat ausgedient. Das gilt für Pkw und Lkw gleichermaßen. Doch während beim Auto der Fokus klar auf batterieelektrischen Fahrzeugen liegt, ist bei Lastwagen auch Wasserstoff eine denkbare Option. Einen entsprechenden Prototyp hatte Hyundai bereits vorgestellt und auch Daimler Trucks plant mit der Brennstoffzelle. Auf der IAA Transportation legten die Stuttgarter aber erst mal einen Elektro-Lkw mit einer großen Reichweite nach.

Im vergangenen Jahr hatte Daimler Trucks mit dem Mercedes-Benz eActros die Elektrifizierung bei den Lkw begonnen. Ab 2024 soll kommt mit dem eActros Long Haul auch eine Version für die Langstrecke hinzu. Optisch unterscheidet sich diese deutlich von der Diesel-Variante und ist vor allem an der durchgehenden Lichtleiste zu erkennen.

Der Mercedes-Benz eActross soll mit einer Akkuladung 500 Kilometer schaffen.

Mercedes eActros: Elektro-Langstrecken-Lkw schafft 500 Kilometer

Das Wichtigste ist jedoch die Reichweite – und die kann sich sehen lassen: 500 Kilometer soll der eActros Long Haul mit einer Akkuladung schaffen. Zusammen haben die drei Akkupacks, die auf der Lithium-Eisenphosphat-Zelltechnik (LFP) basieren, eine Kapazität von 600 Kilowattstunden.

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Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Aufgeladen werden die Akkus beim Prototypen über den klassischen CCS-Stecker. Der Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent dürfte laut Auto, Motor und Sport etwa 45 Minuten dauern. In der Serienproduktion ab 2024 soll dann aber der Megawattcharging-Ladestandard zum Einsatz kommen. Dann lassen sich die Akkus in weniger als 30 Minuten aufladen. Mit einem elektrifizierten Auflieger könnte die Reichweite auf bis zu 800 Kilometer steigen. Die eTrailer haben dabei eine eAchse sowie Akkus und unterstützten so das Zugfahrzeug.

Mercedes eActros: Laufleistung von 1,2 Kilometern möglich

„Wir bauen unser Portfolio batterieelektrischer Lkw kontinuierlich aus“, sagte Karin Rådström, Chefin von Mercedes-Benz Trucks. „Dabei fokussieren wir uns auf klare Vorteile für unsere Kunden. Die Fahrzeuge sind von Anfang an auf Elektromobilität ausgelegt und ermöglichen ein besseres Fahrerlebnis sowie eine höhere Energieeffizienz und Langlebigkeit.“

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

In puncto Langlebigkeit soll der eActros seinem Diesel-Pendant in nichts nachstehen und 1,2 Millionen Kilometer Laufleistung in zehn Betriebsjahren meistern. Der Prototyp des Elektro-Lkw soll noch in diesem Jahr auf öffentlichen Straßen getestet werden. Ab 2023 startet dann der Testeinsatz von seriennahen Prototypen bei Kunden von Mercedes Trucks. 2024 soll dann die Serienproduktion in Wörth erfolgen, und zwar auf demselben Band wie der Diesel-Actros. Den Elektro-Lkw soll es dann als Sattelschlepper und Pritschenwagen geben.

Rubriklistenbild: © Daimler Truck

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