„Unfassbar“

Sommerreifen bei Wintereinbruch: Mercedes-Fahrer parkt mitten auf der Straße und verschwindet

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Er hatte Sommerreifen auf seinem SUV aufgezogen, doch die Straßenverhältnisse waren winterlich – daraufhin parkte ein Mercedes-Fahrer seinen Wagen einfach mitten auf der Straße – und verschwand.

Der Winter hat für Autofahrer viele Schattenseiten: Je nach Wetterlage frieren die Türen zu oder die Handbremse fest – und auch mit vereisten Scheiben muss sich so mancher beinahe täglich herumplagen. Ebenfalls nervig: Der Wechsel auf Winterreifen, den man rechtzeitig erledigen sollte – in manchen Fällen können auch Ganzjahresreifen eine Lösung sein. Wenig ratsam ist es dagegen, auch in der kalten Jahreszeit mit Sommerreifen unterwegs zu sein. Genau das dürfte nun die Ursache für eine kuriose Park-Aktion eines Mercedes-Fahrers in Nordrhein-Westfalen gewesen sein.

Sommerreifen bei Wintereinbruch: Mercedes-Fahrer parkt mitten auf Serpentinenstraße – und verschwindet

Wie die Polizei Hagen berichtet, hatte der Fahrer eines Mercedes sein SUV mitten auf einer Serpentinenstraße vor einer Kurve abgestellt. Die Beamten nahmen den GLC genauer unter die Lupe – und entdeckten auch schnell den mutmaßlichen Grund für die gefährliche Park-Aktion: Das Fahrzeug hatte noch Sommerreifen aufgezogen. Weil zu jenem Zeitpunkt aber winterliche Straßenverhältnisse herrschten, wie auch ein Polizei-Foto der Aktion zeigt, war es dem Fahrer offenbar nicht möglich, seine Fahrt fortzusetzen. Er parkte den Wagen mitten auf der Straße – und verschwand.

Weil der Fahrer zunächst nicht ermittelt werden konnte, wurde der Mercedes abgeschleppt. Wie die Polizei einige Stunden später erklärte, habe sich der Fahrer dann doch gemeldet und seine Personalien angegeben – und er habe sich „ausdrücklich“ für sein Verhalten entschuldigt. An der Anzeige sowie am bereits angekündigten Bußgeld dürfte das nichts ändern, und auch für die Abschleppkosten wird der Lenker wohl selbst aufkommen müssen.

Unbekannte Verkehrszeichen? Ob Sie die Bedeutung von allen Schildern kennen?

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
Abbiegepfeil für Autofahrer
Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer.  ©  Malte Christians/dpa (Archivbild)
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen
Speedmarathon in Baden-Württemberg
Temposünder und Falschparker müssen davon abgesehen seit 9. November 2021 tiefer in die Tasche greifen. Der erneuerte Bußgeldkatalog sieht härtere Strafen vor: Wer beispielsweise innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt 70 Euro statt wie früher 35 Euro. Höhere Geldstrafen gibt es auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten. So kostet das Parken in zweiter Reihe nun 55 statt 20 Euro, noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Neu ist außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge. © Uwe Anspach/dpa (Archivbild/Symbolbild)

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Entschuldigung hin oder her: Unter dem entsprechenden Facebook-Post der Polizei äußern die Nutzer jedenfalls ihr Unverständnis über die Sommerreifen-Aktion des Mercedes-Fahrers:

  • „Dicken Benz fahren, aber keine Kohle für Winterreifen, genau mein Humor.“
  • „Unfassbar.“
  • „Mit Sommerreifen überhaupt loszufahren ist schon fahrlässig, egoistisch und dämlich.“
  • „Dreister geht’s nicht.“
  • „Ja, für Mercedes gibt es noch keine Winterbereifung.“

Rubriklistenbild: © Polizei Hagen

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