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Schnelle Weihnachtsplätzchen backen: Bethmännchen mit Mandeln sind in zehn Minuten gemacht

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Woher kommt eigentlich der Name Bethmännchen für die köstlichen Mandel-Plätzchen aus Frankfurt und wie wird das Rezept in nur zehn Minuten zubereitet?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher der Plätzchenname Bethmännchen stammt? Ursprünglich kommt das Weihnachtsgebäck aus Frankfurt am Main und sollte in Ihrer Weihnachtsbäckerei nicht fehlen. Die Bethmännchen bestehen aus Marzipan, gemahlenen Mandeln und Puderzucker, werden mit drei blanchierten Mandeln verziert und mit Eigelb bepinselt – eine unwiderstehliche Nascherei.

Warum heißen die Frankfurter Mandel-Plätzchen eigentlich Bethmännchen?

Benannt wurden die Bethmännchen nach der Bankiersfamilie Bethmann. Einer schönen Legende zufolge soll ein Konditor aus Paris im 19. Jahrhundert im Hause Bethmann die süßen Weihnachtsplätzchen erfunden haben. Zunächst zierten wohl vier halbe Mandeln die Bethmännchen – stellvertretend für die vier Söhne der Familie. Nach dem Tod eines Sohnes sind schließlich noch drei Mandelhälften pro Bethmännchen übrig geblieben.

Beispielbild – nicht das tatsächliche Rezeptbild

Nicht nur Bethmännchen haben einen außergewöhnlichen Namen, deren Ursprung nicht jeder kennt. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Italiener ihre Spinat-Klößchen Priesterwürger nennen oder woher der Name Tote Oma für einen DDR-Klassiker stammt?

Plätzchenbacken in der Weihnachtsbäckerei: Folgende Zutaten brauchen Sie für zehn-Minuten-Bethmännchen

  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 60 g Puderzucker
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 4 EL Mehl
  • 1 Ei
  • 40 g blanchierte Mandeln
  • 3 EL Milch

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So gelingt die Zubereitung der Bethmännchen für den Advent oder Weihnachten in nur zehn Minuten

  1. Hacken Sie die Marzipanrohmasse grob und sieben Sie den Puderzucker darüber.
  2. Im Anschluss daran fügen Sie sowohl die gemahlenen Mandeln als auch das Mehl hinzu und rühren gut um.
  3. Trennen Sie die Eier und geben Sie das Eiweiß in die Schüssel mit den übrigen Zutaten. Das Eigelb stellen Sie in einem anderen Behältnis erst einmal zur Seite.
  4. Verkneten Sie den Bethmännchen-Teig mit den Händen und formen Sie danach daraus etwa walnussgroße Kugeln, die Sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  5. Heizen Sie den Backofen auf 175 Grad Celsius Ober-/Unterhitze vor (Umluft 155 Grad Celsius).
  6. Drücken Sie in jede Kugel jeweils drei blanchierte Mandeln.
  7. Verquirlen Sie das zurückgestellte Eigelb mit der Milch und bepinseln Sie damit die Bethmännchen-Kugeln.
  8. Lassen Sie die Bethmännchen circa eine Viertelstunde lang backen.

Safran, Muskat, Vanille – finden sich die sechs teuersten Gewürze der Welt auch in Ihrem Regal?

Nahaufnahme einer Chilischote der Sorte Aji Charapita.
Sie hat Safran von Platz eins auf der Liste der teuersten Gewürze verdrängt: die Aji Charapita Chili. Pro Jahr werden nur etwa 3.000 der scharfen Früchte geerntet, was im Handel einen Preis von bis zu 24.000 Euro pro Kilo bedeuten kann. Die Chili-Früchte sind dabei gerade mal erbsengroß, im ersten Augenblick leicht süßlich und dann erst scharf. Angebaut und mühsam von Hand geerntet wird die Aji Charapita Chili im Norden Perus. © Marius Schwarz/Imago
Zwei kleine Töpfchen voll mit feinen, roten Safranfäden.
Safran galt lange als teuerstes Gewürz der Welt. Die zarten Fäden werden per Hand vom Safrankrokus geerntet. Nur drei Safranfäden sind dabei in den einzelnen Blüten zu finden. Die werden vorsichtig herausgezupft und anschließend getrocknet. Um ein Kilo Safran herzustellen, werden mehr als 200.000 Krokusse benötigt. Anbauländer sind u.a. Spanien, Griechenland und der Iran. Für ein Gramm des Gewürzes zahlt man zwischen vier und 14 Euro (ab 4.000 Euro/Kilo). © Mykola/Imago
Mehrere Vanilleschoten mit einer Orchideenblüte auf einem Tisch.
Vanille ist auch als „Königin der Gewürze” bekannt und momentan das zweitteuerste Gewürz auf der Welt. Gewonnen wird sie aus den Schoten der Orchideen-Art Vanilla. Nach der Ernte werden die Schoten mit heißem Wasser oder Dampf behandelt und fermentieren dann einige Wochen in luftdichten Behältern, bis sie die Form der uns bekannten Vanilleschote angenommen haben. Die bekannteste Art ist die Bourbon-Vanille, die i.d.R. aus Madagaskar oder La Réunion stammt. Eine Schote gibt’s im Supermarkt ab etwa drei Euro/Stück (ab ca. 600 Euro/Kilo). © j sierpniowka/Imago
Grüne Kardamom-Kapseln auf einem Holztisch.
Es gibt Kardamom als grüne (s. Foto) und schwarze Kapseln, die sich in ihren Aromen recht deutlich unterscheiden. So wird der schwarze, leicht rauchig schmeckende Kardamom gerne zum Würzen von deftigen Speisen (z.B. Curry) eingesetzt. Die grünen und bei uns eher verbreiteten Kapseln passen besser für Tees oder zum Backen. Das Ingwergewächs kommt ursprünglich aus Asien und wird dort zumeist in reiner Handarbeit geerntet. Im Einzelhandel bekommt man 50 Gramm ab etwa sieben Euro (ab 140 Euro/Kilo). © kiboka/Imago
Vier verschiedene Pfeffersorten auf Holzlöffeln.
Schwarz oder weiß, grün oder rot – je nach Zeitpunkt der Ernte und der Weiterverarbeitung zeigt sich Pfeffer in verschiedenen Farben. Ursprünglich aus Indien, wird er heute auch in Vietnam, Indonesien, Brasilien und Malaysia angebaut. Früher galt Pfeffer als teuerstes Gewürz der Welt, heute ist er mit etwa einem Euro für 100 Gramm im Vergleich recht günstig (ab 10 Euro/Kilo). Aber auch beim Pfeffer gibt es Luxus-Varianten. So kostet etwa der sehr aromatische Tasmanische Pfeffer ab 250 Euro/Kilo. © Elena Elisseeva/Imago
Löffel mit Muskatnüssen vor einem dunklen Hintergrund.
In Deutschland wird Muskatnuss häufig in Kartoffelpüree oder hellen Soßen wie etwa Béchamel verwendet. Eine Prise Muskat gibt Gerichten die besondere Note. Tipp: Ganze Nüsse kaufen und frisch reiben. Das Aroma ist so intensiver. Die Nüsse wachsen an Bäumen und sind, ähnlich wie etwa Kastanien, von einer dicken Schutzschicht umgeben. Angebaut werden sie unter anderem auf Grenada, wo sie sogar die Landesflagge zieren. Im Laden kosten etwa elf Gramm um die 2 Euro (ab 180 Euro/Kilo)  © Westend61/Imago

Bevor Sie die Bethmännchen vernaschen, sollten Sie sie etwas abkühlen lassen. In einem Plätzchenteller für die Advents- und Weihnachtszeit machen sich die Bethmännchen wunderbar neben saftigen Hildabrötchen, zarten Schneebällen und himmlischen Butterwölkchen. Auch das weihnachtliche Gingerbread-Keks-Rezept der Fuldaer Zeitung sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Rubriklistenbild: © instagram.com/zimtkeksundapfeltarte

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